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Neue Firmenzentrale

Hamelner Unternehmensgruppe „Kälte Klima“ jetzt in Hottenbergsfeld

Hameln. Versagt die Kühlung, dann steht mehr auf dem Spiel als ein Kühlschrank voll verdorbener Lebensmittel. Dann droht ein Endzeit-Szenario. Kraftwerke und Krankenhäuser, Kommunikations-, Transport- und Produktionssysteme fallen aus. Binnen Stunden ist das gewohnte Leben Vergangenheit.

Ein stolzer Moment für die Firmeninhaber Kurt Bökenkröger (li) und Reiner Bertuleit (3.v.li): Schlüsselübergabe durch die Architekten Andreas von Schilgen (2.v.li.) und Frank Schmalisch (re.) von der Trianon Projekt GmbH. Foto: eaw

Die Mitarbeiter von „Kälte Klima“ mit Sitz in Hameln arbeiten Tag und Nacht daran, dass das nicht geschieht. Das ganze Jahr sind ihre 100 Notdienstfahrzeuge mit erfahrenen Technikern als eine Art „Kältefeuerwehr“ einsatzbereit. Egal ob für Supermarktketten, Energieversorgungskonzerne oder Lebensmittelhersteller. Mit rund 200 Mitarbeitern und fünf Firmentöchtern gehört „Kälte-Klima“ zu den Größten der Branche.

Was die beiden Studienkollegen Reiner Bertuleit und Kurt Bökenkröger nach ihrem Examen 1979 mit drei Mitarbeitern aus der Taufe hoben, hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Unternehmerisches Geschick und bahnbrechende Innovationen waren Voraussetzung für einen steilen Aufstieg. Entscheidende Marksteine: 1995 die Klimatisierung des ersten Großrechenzentrums mit Freikühlsystemen aus eigener Fertigung für Mannesmann D2, vier EXPO-Projekte im Jahr 2000, die Entwicklung einer CO2-Hochtemperatur-Wärmepumpe 2002.

Mehr als 2 500 Supermärkte setzen seit 2008 auf die Kühlung durch Produkte aus Hameln. Tendenz steigend, jährlich kommen 1000 neue Kälte-Klimaanlagen dazu. Bei mehr als 2 000 Stammkunden werden momentan über 35 000 Anlagen mit einer Leistung bis zu 2 000 KW betreut.

Das neue Firmenzentrum an der Carl-Wilhelm-Niemeyer-Straße 7. Foto: Kälte-Klima
  • Das neue Firmenzentrum an der Carl-Wilhelm-Niemeyer-Straße 7. Foto: Kälte-Klima

Neben der Innovationsfähigkeit ist für den 64-jährigen Reiner Bertuleit der Nachwuchs eine Herzensangelegenheit. Der langjährige Innungschef der Kälteanlagenbauer ermöglicht momentan rund 40 jungen Leuten eine Ausbildung im Berufsfeld „Mechatroniker für Kältetechnik“. Zentrale Ausbildungsstätte ist die Norddeutsche Kältefachschule in Springe. Mit der neuen, 14 000 Quadratmeter großen Firmenzentrale im Hamelner Gewerbegebiet Hottenbergsfeld wird auf Krisenfestigkeit und Wachstum gesetzt.

Auf 1500 Quadratmetern Nutzfläche sind derzeit 25 Arbeitsplätze vorhanden: übergeordnete Verwaltung, Buchhaltung, Personalwesen und EDV – das findet in ultramodernen Büroräumen eine neue Heimat. Und das auch die mit Hightech-Klimatechnik ausgestattet sind, ist selbstverständlich. EAW

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