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Elisabeth Hesse neue Vorsitzende des Kirchenkreistagsvorstandes / Abstimmungsmarathon in Rinteln

"Hätte mir einen Gegenkandidaten gewünscht"

Landkreis (who). Der Kirchenkreistag der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden von Schaumburg hat sich im Johannis-Kirchzentrum in Rinteln für die nächste sechsjährige Legislaturperiode konstituiert. Dabei haben die 54 Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden in einem wahren Abstimmungsmarathon die Vorstandspositionen und die Zusammensetzung der zahlreichen Ausschüsse neu besetzt.

Superintendent Andreas Kühne-Glaser mit Elisabeth Hesse.

Mit großer Mehrheit von 51 Stimmen ist Elisabeth Hesse aus Obernkirchen zur Vorsitzenden des Kirchenkreistagsvorstandes gewählt worden. "Ich hätte mir eigentlich einen Gegenkandidaten gewünscht - das wäre spannender gewesen", lächelte die neue ?Präsidentin', als ihr Superintendent Andreas Kühne-Glaser aus Rinteln neben dem Gratulations-Blumenstrauß die Glocke für ihre künftige Leitung der Tagungen des Kreiskirchenparlaments überreichte. "Der Kirchenkreistagsvorstand hat im Wesentlichen die Aufgabe, die Kirchenkreistage vorzubereiten und zu gestalten", sagte der Superintendent. Der Kirchenkreisvorstand dagegen vertrete den Kirchenkreis nach außen und sei für Belange der Geschäftsführung zuständig. Das Gremium unterstütze den Superintendenten, überwache unter anderem kirchliche Wahlen, entscheide über Personalfragen, verwalte Vermögen, verteile Finanzmittel und fördere übergemeindliche Arbeitsformen im Kirchenkreis. "Der Kirchenkreisvorstand trägt zusammen mit Kirchenkreistag und Superintendent die Verantwortung für die Arbeit im Kirchenkreis." So steht es im gedruckten Leitfaden, geschrieben, den Kühne-Glaser als oberster Hirte der evangelisch-lutherischen Gemeinden im Landkreis für die Abgeordneten hatte erstellen lassen. Das Leitungsgremium solle die Arbeit der Kirchengemeinden fördern und übergemeindliche Aufgaben wahrnehmen, insbesondere auf den Gebieten von Verkündigung, Erziehungs- und Bildungswesen sowie Diakonie und Ökumene. Dazu sind zahlreiche Aufgaben bei der Verwaltung von Finanzen, Liegenschaften, Gebäuden oder Finanzen zu begleiten und zu regeln. Dabei stehen die Mitglieder des Kirchenkreistages, der die dritte von vier Ebenen der Landeskirche bildet, im unentgeltlichen Ehrenamt. Zurzeit gehören rund 53 000 Mitglieder in 22 Kirchengemeinden zum Kirchenkreis Schaumburg. Der Superintendent steht derzeit 230 bezahlten Voll- und Teilzeitmitarbeitern vor, unter ihnen Pastoren, Verwaltungskräfte, Kindergartenmitarbeiter, Sozialarbeiter oder Aushilfskräfte. Sie verteilen sich auf 22 Kirchengemeinden, sieben Kindergärten und Spielkreise, die Superintendentur in Rinteln, das Kreiskirchenamt in Wunstorf und die diakonischen Einrichtungen im Landkreis. "Insgesamt liegt ein hartes Stück Arbeit vor uns, nicht zuletzt angesichts der knapper werdenden Mittel", sagte Kühne-Glaser allen Kirchenkreistagsmitgliedern voraus, nachdem er seine Funktion als Wahlleiter für das Präsidentenamt erfüllt hatte. Elisabeth Hesse übernahm sozusagen als Parlamentspräsidentin die Leitung derweiteren Wahlgänge, bei denen zunächst Pastor Michael Hensel aus Hessisch Oldendorf zu ihrem Stellvertreter bestimmt wurde. Beisitzer im Kirchenkreistagsvorstand wurden: Wilfried Althof (Krankenhagen), Dr. Michael Behrndt (Hessisch Oldendorf) und Edeltraud Vormfenne (Apelern). Dem Kirchenkreisvorstand gehören gemäß der Satzung drei festangestellte Pastoren oder Pastorinnen als ordinierte Mitglieder an: Rainer Klemme (Hattendorf), Anette Sieling (Apelern) und Matthias Voigt (Fischbeck). Dazu kommen als sechs nicht ordinierte Mitglieder: Bodo Adomeit (Fuhlen), Angelika Held (Rolfshagen), Dr. jur. Matthias Nagel (Bad Nenndorf), Margarete Laeseke (Beckedorf), Hildburg Peickert (Lauenau) sowie Jürgen Wulf (Rodenberg).

Der neue Kirchenkreisvorstand (hinten, v.l.): Bodo Adomeit, Fuhl
  • Der neue Kirchenkreisvorstand (hinten, v.l.): Bodo Adomeit, Fuhlen; Superintendent Andreas Kühne-Glaser, Rinteln; Jürgen Wulf, Rodenberg; Pastorin Anette Sieling, Apelern. Vorne v.l.: Angelika Held, Rolfshagen; Hildburg Peikert, Lauenau; Margarete Laeseke, Beckedorf; Pastor Rainer Klemme, Hattendorf sowie Pastor Matthias Voigt, Fischbeck. Fotos: who
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