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Gut zu wissen: A wie Antibiotika

Bei welchen Infekten müssen Antibiotika helfen?

Bei allen schweren Infektionen, die Bakterien hervorgerufen haben. Oftmals lässt sich aber nur schwer erkennen, ob Bakterien oder Viren die Ursache sind. Bei leichteren Formen kann man deshalb ein bis zwei Tage abwarten. Wenn sich die Beschwerden dann nicht bessern oder sogar verschlechtern, sollte der Arzt das Kind unbedingt auf die Erreger testen. Wird ein Medikament verabreicht, gibt es dies meist in Form von Tabletten oder Saft.

Was steckt hinter Antibiotika?

Es gibt viele verschiedene Wirkstoffe. Häufig sind sie Stoffwechselprodukte von Mirkoorganismen, zum Beispiel Pilzen. Allen Antibiotika gemeinsam ist: Sie greifen Bakterien an. Allerdings sind die Strategien dazu sehr unterschiedlich. Manche Antibiotika hemmen Bakterien in ihrem Wachstum, manche zerstören sie. Penicillin zum Beispiel, ein sehr häufig verwendetes Antibiotikum, greift die Zellwand des Bakteriums an, dadurch platzen die Keime.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Antibiotika greifen nicht nur die bösen Bakterien an, sondern manchmal auch solche, die der Körper braucht, zum Beispiel im Darm. „Da Penicilline die natürlich Darmflora beeinträchtigen, sind leichte Durchfalle möglich“, erklärt Prof. Reinhard Berner. Gelegentlich regieren Kinder speziell auf Penicillin allergisch, haben auf der Haut einen juckenden Ausschlag. Dann gilt: sofort zum Arzt! Dieser muss entscheiden, ob die Therapie abgebrochen werden sollte. Lebensgefährlich, aber selten ist eine allergische Reaktion, die den ganzen Körper erfasst: der anaphylaktische Schock it Kreislaufkollaps und starker Luftnot.

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