weather-image
Pastoralrat: St. Johannes Baptist soll Trägerschaft übernehmen / Start für 2010 vorgesehen

Grünes Licht für Planung der Kinderkrippe

Bad Münder (jhr). Es ist eine ehrgeizige Aufgabe, die sich die St.-Johannes-Baptist-Gemeinde gestellt hat: Bis zu 15 Krippenplätze für Kinder im Alter von ein bis drei Jahren will sie anbieten – der Pastoralrat ebnete jetzt während einer außerplanmäßigen Sitzung den Weg dafür.

Ab 2013 haben Kinder unter drei Jahren einen Anspruch auf einen

Bereits seit rund einem Jahr befasst sich eine Gruppe in der Gemeinde mit der grundsätzlichen Planung einer Kinderkrippe – noch deutlich bevor Familienministerin Ursula von der Leyen den unter Dreijährigen von 2013 an einen Rechtsanspruch auf einen Platz in der Krippe oder bei einer Tagesmutter verschaffte. „Nachdem sich die gesellschaftlichen Verhältnisse derart grundlegend verändert haben – Eltern immer häufiger gezwungen sind, ihre Familienphase auf ein Jahr zu begrenzen – sieht auch die Kirchengemeinde die Notwendigkeit, sich diesem gesellschaftlichen Bedarf zu stellen“, erklärt Hermann Wessling, stellvertretender Pastoralratsvorsitzender in St.-Johannes-Baptist. Kindern solle ein qualitativ hochwertiges Betreuungsangebot auf dem Gemeindegelände zur Verfügung gestellt werden – dazu scheut der Pastoralrat auch Umbauten nicht. Bisher gibt es nur den Miniclub, der im Pfarrheim angesiedelt ist. Für eine Kinderkrippe müssen jedoch Bauarbeiten in Angriff genommen werden.

Zur Finanzierung des Projektes ist die Gemeinde auf Fördergelder angewiesen – das Land unterstützt Umbaumaßnahmen je Platz mit 5000 Euro, hinzu kommen für die Einrichtung je Platz noch einmal 1500 Euro. Wird das Projekt wie bislang signalisiert auch vom Landkreis gefördert, kommen für den Aufbau der Einrichtung mit 15 Plätzen rund 155 000 Euro zusammen. Wessling hofft, dass die verbleibende Finanzierungslücke, rund 28 000 Euro, anteilig von Stadt und Pfarrgemeinde aufgebracht werden können. Der mündersche Sozialausschuss wird das Thema am 22. April behandeln.

Nachdem die finanziellen Voraussetzungen für den Krippenbau bekannt waren, bestätigte der Pastoralrat in seiner außerplanmäßigen Sitzung mehrheitlich die Bereitschaft zur Errichtung der Krippe. Der Vorstand soll in enger Abstimmung mit dem Bistum und dem Dekanat die erforderlichen Verträge mit einer Architektin abschließen. Ziel ist es, den Betrieb der Krippe noch im ersten Quartal 2010 aufzunehmen.

Der entsprechende Antrag an das Land wird derzeit von Stadt und Kirchengemeinde vorbereitet – bis zum 30. April muss er gestellt sein, um noch Fördermittel für 2009 erhalten zu können. Am 5. Mai sollen Vertreter aller an der Planung beteiligten Institutionen zu einem Gespräch zusammenkommen.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare