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DLRG bietet mehr als Zehn-Stunden-Kurse / Umzug ins Bergbad geplant

Gründliche Ausbildung trägt Früchte: Kinder bewegen sich sicher im Wasser

Bückeburg (jp). Der Mitgliederboom bei der DLRG Bückeburg hält ungebrochen an. Endete das Jahr 2005 für die Bückeburger Wasserlebensretter noch mit der Rekordmarke von 619 Mitgliedern, so toppte das Folgejahr dies noch einmal mit einem Anstieg auf 640 Mitglieder. "Eine unglaubliche Zahl, die wir so noch nie erreicht haben", urteilte der ersteVorsitzende Ortwin Kreft auf der Jahreshauptversammlung.

Der erste Vorsitzende Ortwin Kreft und Einsatzleiter Klaus Schne

Vor allem Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren rennen nach wie vor der DLRG sämtliche Türen ein. Rund 80 Kinder bis zu sechs Jahren sind aktiv. Die Altersgruppe von sieben bis zehn Jahren zählt nahezu 200 Personen, in der Altersgruppe von elf bis 14 Jahren sind es ebenfalls weit über 100. Der enorme Andrang in den Wassergewöhnungs-, Schwimm- und Trainingsgruppen der DLRG sei nur durch Aufbietung aller Kräfte zu bewältigen, erklärte Ortwin Kreft: "Einige unserer Ausbilder und Übungsleiter absolvieren im Jahr ehrenamtlich weit über 100 Stunden." Auch sei das gewaltige Trainings- und Ausbildungspensum im Kinder- und Jugendbereich nur dann zu schaffen, wenn der DLRG auch weiterhin die derzeit aktuelle Wasserfläche zur Verfügung stehe. Die außergewöhnlichen Zahlen seien aber auch auf die Art der Ausbildung bei der DLRG in Bückeburg zurückzuführen. "Wir verpassen den Kindern nicht wie andere DLRG-Verbände einen Zehn-Stunden-Lehrgang, um das Schwimmen zu lernen", erklärte Ortwin Kreft. "Um als Kind wirklich wasssersicher zu werden, bedarf es sehr viel mehr." Die intensive Ausbildungsarbeit kommt der DLRG im Jugendbereich zugute. "Viele Kinder bleiben uns als Jugendliche treu." Dadurch verfüge die DLRG Bückeburg über einen außerordentlich aktiven und mitgliederstarken Jugendbereich, was sich unter anderem in einer Rekordbeteiligung bei der Ortsmeisterschaft mit über 80 Teilnehmern niedergeschlagen habe. Auch im Außendienst haben sich 2006 die Einsätze der DLRG deutlich verstärkt. Im Bergbad, wo die Lebensretter an heißen Tag das Badpersonal unterstützen, wurden 245 Stunden Dienst geleistet (2005 waren es noch deutlich unter 200). Einen "sehr negativen Beigeschmack" hat für Einsatzleiter Klaus Schneider die Beaufsichtigung einer Freiluftveranstaltung am Himmelfahrtstag am Mittellandkanal in Rusbend: Hier habe man es nicht mit Wassersport, sondern mit Alkoholexzessen zu tun. Ortwin Kreft erneuerte seine Hoffnung, in absehbarer Zeit die Unterkunft der DLRG von der Scheier Straße in die Nähe des Bückeburger Bergbades zu verlegen. Zwar liege das jetzige Domizil sehr zentral, belaste die DLRG allerdings mit hohen laufenden Kosten. Für eine neue Heimstatt in den unteren Gebäudetrakten des Bergbades habe man bereits umfangreiche finanzielle Rücklagen gebildet.

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