weather-image
19°
Heimatverein braucht alte Weihnachtsutensilien für Sonderausstellung

Großmutters Grußkarten gesucht

Lauenau (nah). Genau ein Jahr vor dem eigentlichen Start denkt der Heimat- und Museumsverein Lauenau an erste Vorbereitungen für eine Sonderausstellung. Er möchte in 2009 Weihnachten in alter Zeit präsentieren - mit historischem Christbaumschmuck, früheren Geschenkgewohnheiten und Festtagskorrespondenz zum Beispiel in Kriegszeiten. Den Aufruf an die Bevölkerung, Leihgaben zur Verfügung zu stellen, formulierte Vorsitzender Jürgen Schröder bereits jetzt. Im Sommer, so glaubt er, käme der Appell zur unrechten Zeit: "Wer denkt denn da schon an Weihnachten."

0000508442.jpg

In wenigen Tagen dürften wohl viele Familien auf dem Dachboden nach weihnachtlichen Utensilien auf dem Dachboden kramen. Wenn es nach den Heimatfreunden geht, sollte durchaus auch einmal in weitere verstaubte Schachteln geguckt werden: Vielleicht finden sich da noch Überbleibsel früherer Zeiten. Ideal wäre es für Schröder, wenn sich zum Beispiel Kugeln und anderer Christbaumschmuck aus der Vorkriegszeit finden könnten. Auch altes Spielzeug ist erwünscht oder andere Gegenstände, die früher üblicherweise auf dem Gabentisch lagen. "Am schönsten wäre sogar noch altes Geschenkpapier", hofft Schröder auf etwaige Zufallsfunde. Der Vorsitzende und seine Helfer wollen mehrere Museumsräume in verschiedenen Epochen dekorieren: das 19. Jahrhundert, die Kaiserzeit, der Erste Weltkrieg, die dreißiger Jahre, der Zweite Weltkrieg sowie die sich verändernden Festgewohnheiten im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts - von der Nachkriegszeit über die Wirtschaftswunderjahre bis hin zubunten Lichterketten und modernstem Elektronikspielzeug. Wer etwas zur Verfügung stellen möchte, könnte dies gleich nach Weihnachten tun. Die geeigneten Exponate müssten nicht erst wieder auf dem Dachboden verschwinden. Schröder ist unter Telefon (05043) 18 44 für jede Nachricht dankbar. Er kann ebenfalls eine Menge interessanter Dokumente beisteuern. Seit Jahren sammelt er unter anderem historische Weihnachtskarten. Aus den Archiven der ehemaligen Casala-Werke hat er außerdem zahlreiche Feldpostbriefe und -karten sichern können, die einst Betriebsangehörige in Kriegszeiten in die Heimat schrieben. Manche sind handgemalt oder mit aufwendiger Schrift verziert worden. Schröder aber bittet auch in diesem Zusammenhang darum, ins private Fotoalbum zu schauen: Auch Bilder privater oder betrieblicher Weihnachtsfeiern könnten eine Hilfe sein, um das große Projekt des Heimatvereins im Jubiläumsjahr des Fleckens zum Erfolg zu bringen.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare