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Neuer Faltplan beseitigt Defizite oder: Wie Eilsen auf die Schnelle zu Touristinfo, Parkplatz und Post kommt

Großbauprojekte über Nacht verwirklicht ...

Eilsen (tw). Er soll besonders (Kur-)Gästen die Orientierung erleichtern. Und das tut er auch: besser denn je - der nigelnagelneue Faltplan für die Samtgemeinde Eilsen. Das von der "Geographische Verlagsgesellschaft München" (GVG) produzierte Werk im Westentaschenformat liegt jetzt in einer aktualisierten und mittlerweile fünften Auflage vor. Der Verlag hat 5000 Exemplare drucken lassen.

Was er auf der alten Karte (kleines Bild) noch vergebens sucht,

Bahnbrechende Neuerung: Bad Eilsen hat - erstmals - eine Touristinfo. Erstmals eingezeichnet ist auch der Parkplatz vor dem Rathaus der Samtgemeinde. Und die Post(agentur) in Luhden. Doch davon später mehr. Die Bürgervertreter im Rat Heeßen gehörten zu den ersten, die während der jüngsten Zusammenkunft im Gemeindehaus einen Blick drauf werfen konnten; Samtgemeindebürgermeister Heinz Wischnat hatte für jedes Ratsmitglied ein Exemplar bereit legen lassen. "Der Faltplan", so Wischnat auf Nachfrage, "finanziert sich ausschließlich durch Werbeanzeigen". Der Samtgemeinde und ihren Mitgliedsgemeinden entstünden keine Kosten. "Wir versuchen alle eineinhalb bis zweieinhalb Jahre eine Neuauflage unserer Faltpläne herauszubringen", sagt eine GVG-Mitarbeiterin auf Anfrage der Landes-Zeitung. "Wann die Pläne aktualisiert werden, ist abhängig vom Anzeigen-Aufkommen." Von der Akquise bis zur Drucklegung vergehen in der Regel sechs Monate. Der Münchner Verlag versteht sich seit Anfang der 90er Jahre als "Partner der Gemeinden und Städte", ist in ganz Deutschland - von Rügen bis zum Bodensee - aktiv. Weil es sich nach Aussage von GVG auch bei dem Eilser Werk um keinen "amtlichen" Stadtplan handelt, müssen die Informationen, die sich auf dem Blatt finden, nicht immer hundertprozentig genau sein. Dem ist es offenbar auch geschuldet, dass die Touristinfo, der Parkplatz vor dem Rathaus der Samtgemeinde und die Post in Luhden erst in der fünften (!) Auflage Eingang in die Karte gefunden haben. Zwar gibt's besagte Touristinfo unter diesem Namen erst seit etwa vier Jahren; doch auch unter der früheren Bezeichnung Kurverwaltung war das Gebäude bislang nicht zu finden. Der Parkplatz in der Ortsmitte brauchte rund 20 Jahre, um kartiert zu werden. Und die Post(agentur) in der Gaststätte Thies "gibt's eigentlich schon, so lange ich denken kann", sagt Luhdens Bürgermeister Hartmut Büscher,immerhin ein "Eingeborener". Immerhin: Zumindest diese Mängel sind in der aktuellen Auflage abgestellt worden. Dass im aktuellen Faltplan vom "LVA"-Rehazentrum die Rede ist, mag dagegen der frühen Drucklegung geschuldet sein und wird wohl in der sechsten Auflage korrigiert; denn die LVA firmiert seit 1. Oktober 2005 als Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover. Ansonsten hat sich - der Vergleich der Alt- mit der Neuausgabe zeigt es - in Eilsen straßenbaulich nicht allzu viel getan. Allerdings sollte, wer noch einen alten oder gar uralten Faltplan von Eilsen hat, diesen keinesfalls wegwerfen. Gerade weil Karten durch den Gebrauch im Alltag einem hohen Verschleiß ausgesetzt sind, bleiben in aller Regel nur wenige Exemplare erhalten, die dannzu Raritäten werden. Und: Es gibt kein Medium, auf dem sich die Entwicklung einer Gemeinde über die Jahre und Jahrzehnte hinweg so gut ablesen lässt, wie auf einem Stadtplan. Vorausgesetzt, er "stimmt". Übrigens: Den neuen Faltplan der Samtgemeinde Eilsen gibt's gratis in der Kurverwaltung, Haus des Gastes, Bückeburger Straße 2, Tel. (0 57 22) 8 86 50.

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