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... oder: Wie wertet man Haltestellen auf?

Gretchenfrage lautet: Bänke - ja oder nein?

Bückeburg (thm). Eigentlich wäre es doch schön, wenn die Stadt, wie geplant, die Bushaltestellen aufwertet, Dächer baut, Papierkörbe und Bänke aufstellt. "Ist es auch", finden die Politiker im Bauausschuss. Nur bitte nicht an der oberen Langen Straße, da, wo die Schulbusse abfahren.

Noch wird an der oberen Langen Straße barhäuptig auf den Linienb

Warum nicht? Dort gibt's Unmut - und einen Interessenkonflikt. Auf der einen Seite sind die dort ansässigen Kaufleute. Die haben dort ihre Schaufenster, erweitern ihre Auslagen bisweilen bis hinaus auf den Gehweg. Auf der anderen Seite sind dort nach Schulschluss die "Fahrschüler" anzutreffen. Die machen's sich, bis der Bus kommt, auf dem Trottoir gemütlich - was manch Kaufmann "lungern" schimpft. Denn die Schüler lärmen, paffen wie die Schlote und hinterlassen Müll. Und stehen in den Ladeneingängen, wenn es von oben tüchtig das tut, was Jörg Kachelmann "schiffen" nennt. Dach drüber, das finden die Politiker gut, schon ist das Jungvolk weg von den Ladentüren. Aschenbecher und Papierkörbe aufstellen finden die Politiker auch gut, weil's die Optik der Einkaufsmeile aufwertet. Aber Bänke? "Wenn es schon sein muss, dann welche ohne Lehne!", forderte einer der Fachleute und will so vermeiden, das Ömchen ohne Pennälers Fußabdruck auf ihrem Allerwertesten vom Shopping heimkehrt.

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