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20-Jähriger gesteht, für „ACAB“-Schmierereien verantwortlich zu sein

Graffiti-Sprayer gefasst

Bad Münder. Eine bunte und illegale Spur hat der Täter mit seinen Graffiti-Schmierereien rund um das Rohmelcenter an der Bahnhofstraße hinterlassen (wir berichteten). „ACAB“ (All cops are bastards) ist in Buchstaben, als Zahlenkombination (A3A2) oder auch in Würfelformation auf Verkehrsschildern, an Buswartehäuschen und an Geschäften zu lesen. Ein Münderaner hat die Taten jetzt gestanden, wie die Polizei gestern bekannt gab.

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Autor:

Mira Colic

Die Beamten hatten gegen den 20-Jährigen wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Die Staatsanwaltschaft hatte einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Mannes erhalten. „Dabei hat sich der Tatvorwurf gegen ihn erhärtet“, erklärt Polizeihauptkommissar Michael Rohde. Seine Kollegen fanden demnach Rauchgeräte und weitere Gegenstände, die zum Konsumieren von Drogen verwendet werden. Der 20-Jährige war schon mehrmals wegen Drogen-Delikten in Erscheinung getreten – und auch wegen illegaler Graffiti.

„Während der Vernehmung hat er dann zugegeben, für die Schmierereien verantwortlich zu sein“, so Rohde, der den Verdächtigen auch nach der Motivation befragte, diese gezielte Beleidigung von Polizeibeamten zu sprühen. Eigentlich habe er gar nichts gegen die Polizei, habe das „aus Jux und Dollerei“ getan, erklärte der 20-Jährige. Ein Jux, der ihn jetzt wahrscheinlich teuer zu stehen kommen wird. Elf Taten hat die Polizei gezählt, sechs Geschädigte können Schadensersatzansprüche stellen. Und diese dürften nicht unerheblich sein. Allein ein neues gelbes Hinweisschild, wie es am Kreisel steht, kostet 1500 Euro. Die zuständige Straßenmeisterei Stadthagen hat das Graffiti überklebt. An dem Beton-Wartehäuschen am Sportplatz ist die Schmiererei noch zu lesen. Auch Hauptkommissar Rohde betont: „Das ist Sachbeschädigung und kein Kavaliersdelikt.“ Weil gegen den 20-Jährigen wegen einer anderen Straftat bereits ein Haftbefehl bestand, wurde er festgenommen und in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Ermittlungen dauern an.

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