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Unterschiedliche Auffassungen in Buchholz

Graben marode oder "super-sauber"?

Buchholz (tw). Zwischen der SPD und der Wählergemeinschaft (WiB) hat sich im Gemeinderat erneut ein Graben aufgetan - buchstäblich, denn: "Die SPD-Fraktion sieht im Verlauf des Dorfgrabens vom Ortseingang Bückebergstraße über das Baugebiet ,Auf der Portugall' bis zum Einlauf in das Regenrückhaltebecken erheblichen Sanierungsbedarf",begründet SPD-Fraktionschef Klaus Kappmeier den Antrag der Genossen, 2009 Geld für die Sanierung bereitzustellen.

"Erheblicher Sanierungs- bedarf" soll heißen: Der Graben sei streckenweise für Fußgänger "gefährlich", weil nicht gesichert; er sei aber auch - und gerade - im Bereich "Portugall" mit Blick auf den Hochwasserschutz alles andere als ideal beschaffen. "Angesichts der derzeitigen Verengungen können die bei Starkregen anfallen Wassermassen nicht richtig abgeführt werden", ergänzt Kappmeiers Fraktionskollege Frank Rinne. Und wenn die Gemeinde einmal dabei sei, könne sie auch gleich in einem Aufwasch alle - zum Teil gar nicht mehr vorhandenen, aber gleichwohl unentbehrlichen - Grabensysteme im Bereich Waldstraße, Buchenring und oberhalb der Portugall instand setzen. Bürgermeister Hartmut Krause (WiB) wolle die Vorschläge der Genossen zwar im Haushalt 2009 berücksichtigen, mache aber kein Hehl daraus, dass er von dem Antrag nicht sonderlich viel hält: "Die SPD will den Zustand der Gräben in Buchholz mit aller Gewalt schlechtreden. Dabei werden wir von anderen vielen Kommunen um eben diesen - guten - Zustand beneidet." Was den von der SPD beanstandeten Dorfgraben betrifft, betont der Bürgermeister: "Ein ,Kirchner'-Ingenieur hat uns erst unlängst bescheinigt, dass dieser Graben super-sauber ist und seine Aufgabe ausgezeichnet er- füllt."

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