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Krankenhaus, Goethe und die "Bergweihnacht": Keine Adventsstimmung - und nicht live?

Glühwein-Ärger und "Dank an Unbekannt"

Rinteln (ur). Die Nachbarn von "Conny und Wilhelm" aus dem Rottorfer Weg und dem Kleinen Löök in Rinteln haben sich sehr über eine Einladung zum Nikolaus-Essen in die umgebauten Räume des ehemaligen Lebensmittelgeschäfts gefreut - für manche wurde sicher bei diesem geselligen Beisammensein auch die Erinnerung geweckt an die Zeit, als diese Siedlung noch über eine eigene "Nahversorgung" verfügte.

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"Bei Unbekannt bedanken" möchte sich die Läuferin Martina Korte dafür, dass die Walkingstrecke 4 am Waldweg "rund um die Lange Wand" neu ausgeschildert und befestigt wurde: "Damit steht Läufern und Gehern jetzt eine wirklich schöne Strecke in gutem Zustand zur Verfügung." Etwas enttäuscht waren Frau Foth aus Minden und ihre Begleitung von der Veranstaltung "Klingende Bergweihnacht" mit den Weserspatzen im Brückentorsaal: "Uns fehlte doch sehr der besinnliche Aspekt der Adventszeit. Von Ausnahmen abgesehen, war das doch eigentlich nur eine Art Schlager-Show bei absolut liebloser Bühnendekoration." Im Übrigen fand sie den Eintrittspreis von mehr als 30 Euro ziemlich überzogen: "Zumal wir auch noch ganz weit hinten im Saal saßen." Thomas Gerster hegt den Verdacht, dass beim Konzert zur "Bergweihnacht" etliche Beiträge in Wirklichkeit gar nicht live vorgetragen wurden: "Wie auch, wenn die Gitarre gar nicht an eine Verstärkeranlage angeschlossen wurde und auch keinerlei Funkkabel zu sehen war!" Damit wolle er nicht behaupten, dass die Künstler allesamt nicht singen oder musizieren könnten: "Unter Beweis stellen mussten sie das aber in diesem Rahmen leider nur ansatzweise!" Zum Artikelüber die Abstimmung des Kreistags in Sachen Krankenhaus merkt Dr. Ulrich Brill an, dass weder bei einigen Kommunalpolitikern noch in der Bevölkerung wirklich die Erkenntnis angelangt sei, dass es in Zukunft überhaupt kein Krankenhaus im Landkreis geben werde, auf das die Menschen vor Ort noch irgendeinen Einfluss nehmen könnten: "Bei dem Mehrheitsgesellschafter Pro Diako handelt es sich um genauso ein profitorientiertes Unternehmen wie bei anderen privaten Interessenten - daran ändert auch der Anspruch auf Gemeinnützigkeit nichts." Man werde damit rechnen müssen, dass die Gehälter der Verwaltungsspitze und der Chefärzte in die Höhe schießen zulasten von Pflege und medizinischem Personal. "Erkannt hat das offenbar nur die Linkspartei, deren Erklärung man mehr Raum hätte geben müssen." Geärgert hat sich Erika Koch aus dem Kalletalüber einen Standbetreiber beim Adventszauber: "Der Becher war nur zur guten Hälfte gefüllt und als ich darum bat, angemessen nachzuschenken, meinte er statt einer Entschuldigung nur, ich hätte wohl schon vorher was weggetrunken." Bei den horrenden Preisen verstehe sie eine solche Reaktion auf eine doch an sich selbstverständliche Bitte überhaupt nicht: "Das ist schon mehr als unfreundlich!" Uta Bock aus Hessisch Oldendorf fragt sich, wie die Bahn ihre neue Preiserhöhung rechtfertigen will: "Als Kunde wird man wie Frachtvieh behandelt, die Preise für Energie sind gesunken und die Verbindungen im ländlichen Raum werden immer schlechter: Wofür soll man da eigentlich noch mehr bezahlen?" Dorothea Erdniß aus Rinteln erinnert im Zusammenhang mit Goethes möglicher Übernachtung in Exten daran, dass bei Wennenkamp an einem Wanderweg in Richtung Weseberg eine Bank besteht, an der vermerkt ist, dass sich dort Goethe mal zum Rasten niedergelassen hatte.

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