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Stadt sucht neue Gleichstellungsbeauftragte / Aufwandsentschädigung / Bereits Bewerbungen

Gleichberechtigung nur noch ehrenamtlich

Bückeburg (kk). "Wir suchen jemanden, der mitten im Leben steht," umschreibt Reiner Brombach ein wichtiges Einstellungskriterium. Flexibilität, Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit zum Ausgleich seien weitere gute Eigenschaften, die die neue Mitarbeiterin mitbringen könnte, findet der Bürgermeister. Gesucht wird: eine neue Gleichstellungsbeauftragte für die Stadt Bückeburg.

Die Stelle wurde jetzt im Internet auf der Homepage der Stadt (www.bueckeburg.de) ausgeschrieben. Die entscheidene Neuerung: Im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin Andrea Senne wird die neue Stelleninhaberin ehrenamtlich tätig sein. Dotiert ist die Aufgaben lediglich mit einer Aufwandsentschädigung in Höhe von 250 Euro monatlich. Die Planstelle einer fest angestellten Beauftragten warähnlich wie in anderen Kommunen auch in Bückeburg Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen, nachdem die Gemeindeordnung aufgrund eines Urteils des Staatsgerichtshofes entsprechend geändert worden war. Der bisherigen Stelleninhaberin war wie berichtet zum 31. Dezember vorigen Jahres gekündigt worden. Die Gleichstellungsbeauftragte verfolgt kein geringeres Ziel, als "zur Verwirklichung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen beizutragen", so der Ausschreibungstext. Besondere Bedeutung habe dabei eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das Wirkungsfeld liege zum einen innerhalb der Stadtverwaltung, reiche darüber hinaus aber auch in den öffentlichen Raum. "In der Gestaltung ihrer Tätigkeit hat die Gleichstellungsbeauftragte viel Freiraum", versichert Reiner Brombach. Innerhalb der Verwaltung sei sie hierarchisch weitgehend ungebunden: Als Stabsfunktion sei der Posten direkt beim Bürgermeister angebunden. Gefordert wird Flexibilität, da die Arbeitszeiten je nach Bedarf recht unterschiedlich ausfallen können. Da wären die Teilnahme an Sitzungen ebenso wie die Einrichtung von Sprechstunden. Mit einem Arbeitsaufwand von 15 bis 20 Stunden pro Woche rechnet Brombach. Einwände der Gleichstellungsbeauftragten zum Beispiel gegen Personalentscheidungen oder Beschlüsse der Gremien müssten geprüft und abgewogen werden. "Frau Senne hat immer eine sehr ausgleichende Position eingenommen", beschreibt Brombach Erfahrungen aus der Vergangenheit. Interessanterweise liegen bereits einige Bewerbungen vor, zu denen der Bürgermeister aber wegen des laufenden Verfahrens noch keine Angaben machen konnte. Interessentinnen - Männer kommen übrigens laut Gesetz nicht in Frage, obwohl es ja um die Gleichberechtigung geht - können sich bis zum 20. März bei der Stadt bewerben. Aus Bückeburg müssen die Bewerberinnen übrigens nicht kommen - in der Region sollten sie sich allerdings schon auskennen. Nach einer Vorauswahl trifft die Entscheidung über die Berufung dann der Stadtrat - wahrscheinlich in seiner Sitzung im Mai. Informationenüber die Stelle gibt es beim Fachdienst Personalwesen der Stadt, Telefon (05722) 206-120.

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