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GEZ macht nicht vor Kitas in Hameln halt

GEZ will auch in Kitas abkassieren...

Hameln (CK). Der Ärger um Gema-Gebühren bei Noten und Liedtexten ist noch nicht ganz verraucht, schon steht den Kindertagesstätten der nächste Aufreger ins Haus: Ab Januar sollen sie pauschal Rundfunkgebühren bezahlen – den vollen Satz von 17,98 Euro, sofern sie mehr als acht Mitarbeiter beschäftigen.

In Hameln wurde das die Kirche, das DRK, die Awo, aber auch die vier städtischen Einrichtungen Altstadtmäuse, Eugen-Reintjes-Kindergarten, Domeierstraße und Rohrsen betreffen.
Die Neuregelung ist komplex. Für Kitas gilt: Bei weniger als acht sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitern müssen ab Januar 5,99 Euro gezahlt werden, in größeren Einrichtungen werden besagte 17,98 Euro fällig – wie in Privathaushalten. Betroffen sind übrigens auch Schulen und anderen Einrichtungen, wie etwa Wohnheime für Behinderte. Ausgenommen bleiben nur „Betriebsstätten, die zu gottesdienstlichen zwecken genutzt werden“ – also Kirchen oder Kapellen.
„Bisher waren wir von diesen Gebühren befreit, jetzt ist eine Veranlagung offenbar nötig geworden“, sagt etwa Christiane Heinz, beim Kirchenkreisamt zuständig für die einzelnen Kitas. „Nicht erfreulich“ nennt sie, dass die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) jetzt auch hier die Hand aufhält, andererseits aber auch „kein Riesenproblem“. Nur: „Ein Stein kommt zum anderen.
Das Rote Kreuz hat seine Kitas bei der GEZ bereits
angemeldet, um seiner Gebührenpflicht nachzukommen. Kreisgeschäftsführer Hubert Volkmer ist aber zuversichtlich, die zusätzlichen Kosten ohne größere Probleme wuppen zu können. „Dafür bekommen wir auf anderen Gebieten Entlastung, etwa bei den Fahrzeugen“, sagt er.

Mehr zum Thema lesen Sie in der Dewezet.

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