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Landrat Butte und Awo-GSD-Geschäftsführer Behncke nehmen zum Wettbewerb der Krankenhäuser Stellung

Gesundheitsstandort: Kooperation statt Konkurrenzdruck

Bad Münder (hzs/jhr). Konkurrenz und Wettbewerb der Krankenhäuser im Landkreis – ein Thema, zu dem am Rande der Verabschiedung von Dr. Jürgen Borghardt auch Landrat Rüdiger Butte und Awo-GSD-Geschäftsführer Volker Behncke Stellung bezogen.


Noch vor zwei Jahren hatte Behncke öffentlich davor gewarnt, dass sich mit der Privatisierung des Kreiskrankenhauses in Hameln und dem Wechsel von kommunaler Trägerschaft zum Betreiber Sana der Wettbewerbsdruck erhöhe. Butte nahm das Thema auf: „Ich glaube, dass wir eine medizinische Grundversorgung so ortsnah wie möglich anbieten müssen. Aber die Spezialitäten müssen nicht in mehreren Häusern im Landkreis parallel getätigt werden. Wenn es dazu führt, dass wir Krankenhäuser vom Markt drängen, heißt das eventuell, dass Bürger dieses Landkreises künftig nach Bremen, Hannover oder Göttingen fahren müssen.“ Zwischen Sana und dem Landkreis gebe es eine verbindliche Absprache: „Wir sind zwar Konkurrenten, aber wir machen den anderen nicht das Leben schwer. Wir müssen koordinieren, dass die Spezialitäten vor Ort erhalten bleiben.“

Behncke führt ein Beispiel an: Die Klinik am Deisterhang habe kein eigenes operatives Fach. „Wenn wir aber Patienten hineinverlegen in die operative Szene des Kreiskrankenhauses und die anschießend wieder in unsere Behandlungsregie bekommen, dann schaffen wir es, eine Gesundheitsregion zu entwickeln, die für die Bevölkerung attraktiv ist.“ Gedacht wird dabei über Bad Münder hinaus – auch Hameln und Bad Pyrmont bezieht Behncke ein.

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