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Gesucht: Konzept für das Kinderheim Reseberg

Reseberg

Hameln (HW). Vor einer ganz ungewissen Zukunft steht das Kinderheim Reseberg. Die kreiseigene Einrichtung für betreutes Wohnen an der Hamelner Leuthenstraße schreibt seit drei Jahren tiefrote Zahlen, ist baulich nicht mehr auf dem neuesten Stand und hat große Personal- und Führungsprobleme. Nach mehreren Interimslösungen in der Vergangenheit hat jetzt die amtierende Heimleiterin zum Monatsende gekündigt.  „Wir machen uns große Sorgen“, sagt Kreiskämmerer Carsten Vetter und merkt an: „Die Leiterstelle neu auszuschreiben, führt nicht zum Erfolg. Es gibt grundlegendere Probleme. Wir werden viel verändern müssen.“

Wurde im Jahr 2008 noch ein Überschuss von gut 16 000 Euro erwirtschaftet, so gab es in den Folgejahren stets Defizite von mehr als 150 000 Euro. „Ein Kinderheim muss sich selbst finanzieren. Ein Ausgleich der Verluste kann keine Dauereinrichtung sein“, sagt Vetter, spricht aber auch von Betreuungsangeboten, „die wir erfüllen müssen“. Das gelte unter anderem für sogenannte Inobhutnahmen, bei denen das Jugendamt innerhalb kürzester Zeit handeln muss, um Kinder aus zerstörten Familien in Sicherheit zu bringen.

Geht es nach dem Kämmerer, dann soll sich die Zukunft des Hauses auf das Kerngeschäft reduzieren. „Und das ist die Inobhutnahme, wo ad hoc Kindern und Jugendlichen geholfen werden muss,“ sagt Vetter, für den ein Verkauf der kreiseigenen Einrichtung aber außer Frage steht. Er schielt mit einem Auge auch auf die Nachbarschaft, wo sich die Lebenshilfe angesiedelt hat. „Unterstützung von dort ist nicht undenkbar. Wir prüfen zwei Optionen: Entweder wir betreiben das Heim weiter selber, oder finden einen Dienstleister, der diese Aufgabe übernimmt“, sagt Vetter und stellt klar: „Wir machen nur die Vorarbeit; entscheiden muss die Politik.“

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