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Briten wollen in Hameln auf eigenem Gelände üben / Alternativen ungeeignet

Geplante Eisfahrt wird Zitterpartie: Kanu-Club auf Suche nach Startplatz

Rinteln (wm). Die diesjährige Eisfahrt wird für Peter Specht, Vorsitzenden des Rintelner Kanu-Clubs, zu einer wahren Zitterpatie - nicht wegen der zu erwartenden Temperaturen, sondern weil sich den Organisatoren immer neue Hindernisse entgegenstellen.

Zunächst hatte es Probleme mit der Versicherung gegeben - die jetzt ausgeräumt sind. Dafür, berichtete Specht in einem Telefongespräch, hätte die britische Rheinarmee genau an dem Tag der Veranstaltung ein Manöver angemeldet. Der Kanu-Club braucht wiederum für den Start der Eisfahrt von Hameln nach Rinteln das Gelände der Briten in Hameln an der Weser - immerhin werden rund 800 Teilnehmer mit Fahrzeugen und Booten erwartet. Vierhundert verbindliche Meldungen hat Specht bisher - er hatte bereits rechtzeitig auf die Bremse getreten, um nicht zu vielen das Startgeld zurückzahlen zu müssen. Man habe sich selbstverständlich bereits nach Alternativen umgeschaut, berichtet Specht - mit wenig Erfolg. Das Gelände des Hamelner Kanu-Clubs scheide als Startpunkt schon deshalb aus, weil die Schleuse in Hameln außer Betrieb ist. Und 800 Boote über die Bootsrutsche schicken - einfach nicht vorstellbar, das würde jeden Zeitrahmen sprengen. Eine zweite Startmöglichkeit gebe es auf dem Campingplatzgelände, aber auch das sei reine Theorie: Wenn dort so viele Boote starten, sehe der Campingplatz danach aus wie ein umgepflügter Acker, fürchtet Specht. Man könne es drehen, wie man wolle - das Gelände der Briten sei einfach der absolut ideale Startplatz. Bereits im Vorjahr hat die Eisfahrt nicht gerade unter einem günstigen Stern gestanden: Viele der angemeldeten Kanuten sind nicht gestartet, vor allem nicht die großen Drachenboot und Kanadier - verständlich, so Specht, die Weser führte Hochwasser, das sei mit Risiken verbunden gewesen, die viele nicht hätten eingehen wollen. Unabhängig davon, ob die Eisfahrt in diesem Jahr nun stattfindet oder nicht - einen Rekord würde Specht in seiner Amtszeit gerne noch knacken: Nämlich 1000 Teilnehmer.

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