weather-image
Studienreise nach Gdów: 13-köpfige Reisegruppe aus Bad Nenndorf ist bis Sonntag in der Partnerstadt

Geplant: Fester Kontakt zwischen Gymnasien

Bad Nenndorf (rwe). Die Partnerschaft zwischen Bad Nenndorf und Gdów soll in diesen Tagen so richtig in Schwung kommen. Eine 13-köpfige Delegation hat sich auf den Weg gen Polen gemacht. Allerdings fehlt die politische Spitze. Als Repräsentanten der Stadt sind lediglich SPD-Ratsherr Ralph Tegtmeyer und Samtgemeinde-Ehrenbürgermeister Konrad Götze mit dabei.

Am frühen Mittwochmorgen hat sich die kleine Karawane aus zwei Transportern auf den Weg in die rund 900 Kilometer entfernte Partnerstadt gemacht. Einen Tag für die Anreise, einen Tag für die Rückfahrt: Netto bleiben der Gruppe um Frank Lohmann, den Vorsitzenden des Fördervereins Deutsch-Polnische Partnerschaft, gut dreieinhalb Tage, um Land und Leute kennenzulernen. "Das ist aber nicht nur Sightseeing", sagt Lohmann, der den Besuch nutzen möchte, um die Austauschprogramme für 2008 und 2009 vorzubereiten. So ist vorgesehen, einen festen Kontakt zwischen den Gymnasien in beiden Städten aufzubauen. Schüler aus Gdów trainieren bereits für den Kurparklauf im Juni. Der Männergesangverein plant gemeinsame Konzerte, die touristischen Verbindungen sollen stärker vernetzt werden. Für die Austauschgespräche hat Lohmann zehn Punkte auf dem Zettel. Ihm schwebt nicht nur eine formelle Partnerschaft vor, sondern er hofft auf Freundschaften auf verschiedenen Ebenen. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht könne Bad Nenndorf davon profitieren. Die Formalitäten treten denn auch eher in den Hintergrund. Zwar gibt es auch einen Empfang auf dem Marktplatz und ein gemeinsames Baumpflanzen im Zuge der Feierlichkeiten zur 3.-Mai- Verfassung am Sonnabend, doch gemessen an der Partnerschaftsfeier mit dem Unterzeichnen der Urkunden in Bad Nenndorf im vergangenen September spielt der offizielle Teil eher eine untergeordnete Rolle. Bad Nenndorfs Bürgermeisterin Gudrun Olk sei durch einen privaten Termin verhindert, bedauert Lohmann, der alle Ratsmitglieder eingeladen hatte und sich über eine größere Beteiligung gefreut hätte. So kommt mit Ralph Tegtmeier nur ein aktiver Politiker mit nach Gdów. Zudem fährt Nenndorfs Ehrenbürgermeister Konrad Götze mit. Lohmann sieht die Stadt dennoch ausreichend und würdig vertreten. Bei aller Kontaktpflege: Zu sehen bekommen die Gäste wohl einiges. Bürgermeister Zbiqniew Wojas hat ein umfangreiches Programm erstellen lassen. Eine Fahrt ins nahe Krakau mit Besuch des Wawelschlosses, heute erklimmen die Bad Nenndorfer die Gebirgshauptstadt Zakopane, und am Sonnabend machen sie sich auf ins Salzbergwerk nach Wieliczka. Aber auch in Gdów gibt es genug zu sehen. Außer einer Besichtigung der Gemeinde ist die Delegation eingeladen zu einem Konzert und einem festlichen Abendessen. Zurück geht es am Sonntag nach der Feuerwehrfeier am Markt in Gdów.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare