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Kindergarten Hespe will Schutz vor UV-Strahlung / Hitzige Debatte unter den Politikern / Kein Sonnensegel

Gemeinderat lässt Kinder in der prallen Sonne stehen

Hespe (jcp). Die Ablehnung eines Sonnensegels im Rat der Gemeinde Hespe ist bei Vertretern des Kindergartens auf Unverständnis gestoßen. Bürgermeister Werner Vehling verteidigt den Beschluss: Ein Schutz solle her, aber zuvor müssten wichtige Versicherungsfragen geklärt werden.

"Die globale Klimaentwicklung geht an Hespe nicht vorbei." Diesen Worten eines Ratsmitgliedes folgte in der vergangenen Sitzung des Gemeinderates eine hitzige Debatte. Die "Wasserspielstelle" am städtischen Kindergarten, die zwar windgeschützt liegt, aber ohne jeden Schatten auskommen muss, sei doppelt gefährlich: Zum einen wisse jeder, dass man sich am Wasser intensiv gegen Sonnenstrahlen schützen sollte. Zum anderen sei die empfindliche Haut der Kleinkinder besonders bedroht von der krebserregenden Wirkung der UV-Strahlung. Diese habe in den vergangenen Jahren bekanntlich zugenommen. Die Reaktionen der anderen Ratsmitglieder waren verhalten. Ein Sonnensegel sei nicht ohne Weiteres von jetzt auf gleich zu realisieren. Vor allem müsse sichergestellt sein, dass ein solcher Bau den Vorschriften des Gemeinde Unfallver sicherungs ver ban des (GVU) entspricht. "Niemand will die Kinder da schmoren lassen", sagte Vehling. Die vielen kreuz und quer gespannten Seile seien aber ein nicht zu unterschätzender Unfall-Gefahrenpunkt. Jetzt soll sich eine Kindergarten-Ausstattungsfima mit der Leiterin des Kindergartens, Jutta Berg, in Verbindung setzen. Berg ist an einer schnellen Errichtung des Sonnensegels interessiert: "Schirme und Pavillons haben wir schon ausprobiert. Die sind alle kaputt gegangen. Und ungeschützt ist die betreffende Stelle der reinste Grill."

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