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Andreas Günther und Hans-Otto Blume plädieren für kommunales Gremium / Förderverein existiert bereits

Gemeinde soll neuen Präventionsrat gründen

Lindhorst (gus). Bürgermeister Hans-Otto Blume und Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther haben sich bei einer Sitzung des Fördervereins des Präventionsrats Lindhorst für die Bildung eines kommunalen Präventionsrats ausgesprochen. Damit soll die Arbeit des alten Präventionsrats weitergeführt werden, der sich in den Förderverein umgewandelt hat und künftig vor allem als Geldgeber agiert.

Die inhaltliche Arbeit sollen die Mitglieder des neu zu gründenden Gremiums machen, wobei Mitglieder des Fördervereins auch an den Sitzungen teilnehmen wollen und erneut Mitglieder des Präventionsrats werden können. An dessen Zusammensetzung dürfte sich im Vergleich zum früheren Präventionsrat nicht allzu viel ändern.

Allerdings soll ein Kommunalpolitiker oder ein sonstiger Vertreter der Gemeinde den Vorsitz und die Leitung ausüben. Zuvor muss die Gemeinde Lindhorst aber noch eine Erklärung formulieren, dass sie die Verantwortung für den Präventionsrat übernimmt. Prävention ist ohnehin originäre Aufgabe von Kommunen.

In Lindhorst hatte sich aber 2003 der Präventionsrat als gemeinnütziger Verein gegründet. Dessen Vorsitzender war der Print-Projekt-Mitarbeiter Andreas Woitke, der in diesem Jahr von Lindhorst weg ins Kreishaus versetzt wurde, weil er den Posten des Kreisjugendpflegers übernahm. Ein Nachfolger für Woitke als Vorsitzender und Motor des Präventionsrats war nicht in Sicht, deshalb die Umwandlung in den Förderverein.

Woitkes Rolle kommt in Zukunft dem Ratsmitglied beziehungsweise dem Vertreter der Gemeinde zu, der den Vorsitz im Präventionsrat übernimmt. Noch ist völlig offen, wer für diese Aufgabe infrage kommt. Kurios ist an der jetzigen Situation, dass der Förderverein zeitlich vor dem zu fördernden Präventionsrat existiert.

Den Vorsitz des Fördervereins hat der frühere Woitke-Stellvertreter Ludger Westermann übernommen. Westermann hatte stets betont, dass der Vorsitz jeden überfordern würde, der nicht hauptamtlich in irgendeiner Form mit Präventionsarbeit zu tun hat. Unter anderem müsse auf Netzwerke und immense Vorkenntnisse zurückgegriffen werden.

Hinzu wären bei der alten Konstellation ohne Förderverein noch die finanzielle Seite sowie das Vereinsgeschäft mit Mitgliederversammlungen und anderen Dingen gekommen. Letztgenannte Aspekte sind ab sofort allein Sache des Fördervereins, was die Aufgabe des Präventionsratsvorsitzenden um einiges erleichtern soll.

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