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Land fördert Ausbau mit 75 Prozent

Geldgeschenk: 120 000 Euro für den Wiesengrund

Heeßen (tw). Eine gute Nachricht für Heeßen kommt aus Hannover: Die "Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr" wird den Ausbau des zweiten Abschnitts der Straße "Im Wiesengrund" zwischen Auebrücke und Bückeburger Straße aus GVFG-Mitteln bezuschussen. Die Maßnahme, für die der Bewilligungsbescheid vorliegt, ist ins Ausbauprogramm 2006 aufgenommen worden. Das teilte Gemeindedirektor Heinz Wischnat dem Rat unter Bürgermeister Wilhelm Brümmel (CDU) während seiner jüngsten Zusammenkunft mit.

Wischnat: "Ganz besonders erfreulich ist, dass ,Hannover' - in diesem Jahr - sogar 75 statt 60 Prozent der Kostenübernimmt." Konkret werde Heeßen etwa 120 000 Euro erhalten; die Gemeinde müsste dann nur noch rund 80 000 Euro zahlen. Und das bedeutet, dass sich Heeßen für das Projekt nicht verschulden muss. Was bei der Sanierung "Im Wiesengrund" 2006 nicht fertig wird, wird dann im nächsten Jahr immerhin noch mit den üblichen 60 Prozent gefördert. "Wir haben daraufhin bereits die notwendigen Ergänzungsverträge mit dem Ingenieurbüro ,Kirchner' (Stadthagen) geschlossen", berichtet der Gemeindedirektor. Ein Abstimmungsgespräch mit der Landesbehörde soll noch diese Woche stattfinden. Konkret bedeutet das für die Gemeinde: Die Fahrbahn "Im Wiesengrund" kann - inclusive Unterbau - ebenso erneuert werden wie die Gosse; außerdem werden Korrekturen im Bereich des Bürgersteiges ausgeführt. Für die Maßnahme werden anteilige Straßenausbaubeiträge sowie die besagten 75 Prozent aus "Hannover"gegengerechnet. Wischnat: "Jetzt können wir gemeinsam mit dem Ingenieurbüro die Ausschreibung für das Projekt vorbereiten." Sie soll so schnell wie möglich raus. Anschließend wird sich der Rat dann mit der Auftragsvergabe befassen. Kommt hinzu: Vom Landkreis hat die Gemeinde - nicht minder erfreulich - den Bewilligungsbescheidüber die Fördermittel für den ersten Bauabschnitt (Hauptstraße bis Auebrücke) erhalten. Das Geld (71 000 Euro) ist im erhofften Umfang geflossen. Zur Erinnerung: Bereits Mitte Januar hatte Wischnat dem Gemeinderat berichtet, dass der (End-)Ausbau der Straße "Im Wiesengrund" dem Wirtschaftsministerium zwecks Aufnahme in das ab 2006 anlaufende Vier-Jahres-Programm vorgeschlagen worden war. Die Aussichten, dass der Ausbau des Abschnitts zwischen Auebrücke und L 451 zu 60 Prozent bezuschusst werde, seien "exzellent", so Wischnat damals. Noch im Februar könne Heeßen mit einem Bescheid aus Hannover rechnen ... Vorgeschichte: Ende Mai 2004 hatte der Gemeindedirektor den Rat mit der Nachricht schockiert, dass "die Ergebnisse der Bodenuntersuchungen ,Im Wiesengrund' nicht so ausgefallen sind, wie wir erhofft haben". Daraufhin waren die Politiker seinem Vorschlag gefolgt, die Oberfläche zwischen Auebrücke und Bückeburger Straße vorerst nicht zu erneuern. Im Vorfeld der damaligen Entscheidung für den einstweiligen Ausbauverzicht hatte Bernd Conrad ("Kirchner Ingenieure") erläutert, was das Ingenieur-Büro "Schütte + Dr. Moll" (Isernhagen) herausgefunden hat: "Wir haben einen Aufbau festgestellt, der aus zwei Schichten besteht." Unter der jetzigen liegt eine alte Fahrbahndecke. "Wie bei allen Straßen, die vor 1980 gebaut wurden, dürfte er Teer enthalten", so Conrad. Und Teer bereitet beim Entsorgen Probleme. Kommt hinzu: Der Abschnitt ist weder frostsicher noch tragfähig, so der Bauingenieur. Ein Abfräsen der Deckschicht mit Aufbringen neuen Asphalts sei keine Lösung. Denn die Verwerfungen würden wieder durchkommen. Das aber war nicht im Sinne von Gemeinderat und -Direktor: "Wir wollen einen Ausbau, der uns wenigstens 20 Jahre Ruhe gibt", unterstrich Wischnat.

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