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Geldfälscher? Vater und Sohn in U-Haft

Auhagen/München (mv). Ihr mutmaßlicher Coup, in großem Stil gefälschte Euro-Geldscheine in Umlauf zu bringen, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt gewesen: Seit Mitte Juli sitzt ein Auhäger (32), dessen 62-jähriger Vater und ein Bekannter der beiden in München in Untersuchungshaft. Ausgerechnet mit einem Polizisten in Zivil hatte das Trio versucht, ins Geschäft zu kommen.

Was die drei Männer nicht wussten: Die Ermittler waren über ihre kriminellen Absichten längst im Bilde. Oberstaatsanwalt Anton Winkler, Sprecher der Staatsanwaltschaft München I, bestätigte gestern die Haftbefehle gegen die mutmaßlichen Blüten-Ganoven: "Gegen die drei Männer wird wegen des Verdachts der Vorbereitung der Geldfälschung ermittelt." Bei der Anbahnung des Deals, bei dem als Muster-Exemplar ein gefälschter Hundert-Euro-Schein vorgezeigt worden sein soll, sei in der bayerischen Landeshauptstadt der Zugriff erfolgt. Angeblich wollte das Trio Falsifikate im Nennwert von mehr als 250 000 Euro in den Geldkreislauf bringen. Unklar ist noch, ob außer dem Auhäger, seinem in München lebenden Vater und dem Bekannten aus dem nordrhein-westfälischen Erkelenz weitere Personen involviert sind. Fakt ist: Die Polizei hat vorher vom Plan Wind bekommen und soll die Verdächtigen bereits seit März abgehört und observiert haben. Oliver Laxner, der Anwalt des Auhägers, reist demnächst nach München. "Es ist noch nicht klar, welche Rolle mein Mandant gespielt hat", sagte Laxner in einer ersten Stellungnahme zu den Vorwürfen. Dem Trio droht eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren.

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