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Die Grundschule Rehren macht sich fit für den Ganztagsbetrieb

Geld und Hilfe gespendet - dann reicht es für die neue Schulküche

Rehren (rnk). Fast 50 000 Euro hat der Elternverein seit seiner Gründung 1974 für die Schulkinder ausgegeben: Schulbücher, Sportgeräte, Radiorecorder, 17 Marschkompasse, eine Fotoausrüstung, aber auch Zuschüsse für Klassenfahrten wurden immer wieder gespendet. Jetzt hat der Elternverein die wohl größte Gabe seiner Geschichte übergeben: eine komplette Küche für die Grundschule.

Andrew Kreye

Der Elternverein wollte schon lange eine neue Küche für die Grundschule spenden, doch für eine Ikea-Billigküche mochten sich die Mitglieder dann doch nicht entscheiden. Konkret wurden die Pläne, als Thomas König ins Spiel kam, der bei "Alcoa", dem weltgrößten Aluminiumkonzern, in Hannover arbeitet. Und Alcoa unterhält eine Foundation, die 1952 gegründet wurde und die so genannte "Areas of Excellence" in den Gemeinden, in denen Alcoa ansässig ist, unterstützt. Doch für eine neue und hochwertige Küche hätten die 3000 US-Dollar, die Silke Menning der Elternvereinsvorsitzenden Groth überreichen konnte, allerdings bei weiterem nicht gereicht. Und da kam Andrew Kreye ins Spiel, der in der Nachbarschaft von Sielke Groth wohnt und Küchenprofi ist. Der Chef des Rintelner "Küchentrends" hat sich die von Groth und Hausmeister Friedhelm Baule schon vorgezeichneten Pläne noch einmal angeschaut, hat sie überplant und dann seine Kontakte genutzt. Kreye hat Hersteller von Küchenfirmen angerufen, seinen Sonderrabatt in die Waagschale geworfen und immer wieder darauf hingewiesen, dass diese Küche ja auch einem guten Zweck dienen werden: den Kindern der Grundschule. 13000 Euro hätte die Küche im normalen Handel gekostet, Kreye handelte diesen Preis so stark nach unten, dass mit der Alcoa-Spende sowie Mitteln der Gemeinde und der Schule selbst die Küche angekauft werden konnte. Und da hätte sie dann gestanden, die Küche in der Grundschule. Denn es sei ja schön, wenn man einen Scheck erhalten und diese Küche kaufen können, aber dann hätte man auch viel, viel Geld für die Handwerker ausgeben müssen, die das gute Stück aufstellen und anschließen, weist Frau Groth auf einenPunkt hin, der bei Alcoa deutlich durchdachter ist als bei anderen Großspendern: Unter dem Motto "Alconas Coming Together In Our Neighbourhoods" (Action) stellt die Firma zehn Mitarbeiter zur Verfügung, die sich darum kümmern, dass die Küche aufgebaut wird. Die Voraussetzung: Der Alcoa-Mitarbeiter vor Ort, in diesem Fall also Thomas König, findet neun Mitarbeiter, die einen freien Tag für die gute Sache opfern. Das sei, so König, überhaupt kein Problem gewesen. Und weil beim Aufbau der Küche nicht genug Platz für alle zehn Alcoa-Arbeiter war, hat sich die Hälfte von ihnen Farbe und Pinsel geschnappt und alle Holzspielgeräte auf dem Außengelände gestrichen. Eine Ganztagsschule brauche ja auch eine Küche, wies Verwaltungsvize Thomas Priemer auf einen anderen Apsekt hin; Zwar werde in der Schule nicht gekocht, aber die Speisen müssten ja irgendwo angenommen und verteilt werden. "Mit der Ganztagsschule", so Priemer, "gehen wir 2007 an den Start". Und sollte die neue Küche zu klein sein, "kann man ohne Probleme eine Wand durchbrechen", ist sich Priemer sicher.

Danke: 3000 Dollar hat Silke Menning (r.) für die Elternvereinsv
  • Danke: 3000 Dollar hat Silke Menning (r.) für die Elternvereinsvorsitzende Sielke Groth mitgebracht - und zehn Helfer.
Handwerker, die viel Geld einsparen: Alcoa-Mitarbeiter bauen in
  • Handwerker, die viel Geld einsparen: Alcoa-Mitarbeiter bauen in der Grundschule am freien Sonnabend die neue Küche ein.
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