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Im Porträt

Geert Wilders - mit rechten Themen lange dominant

Den Haag (dpa) - Der Rechtspopulist Geert Wilders hat den Wahlkampf in den Niederlanden thematisch lange dominiert. Ein Verbot des Korans, Austritt aus der EU, Grenzen schließen gerade für Muslime - das waren einige der Forderungen, mit denen seine Partei für die Freiheit (PVV) für Zündstoff sorgte.

Doch die PVV war am Ende weit davon entfernt, aus der Parlamentswahl als stärkste politische Kraft hervorzugehen, wie schon erste Prognosen zeigten.

Der 53-jährige hochgewachsene Politiker mit der platinblond gefärbten Haartolle stammt aus der Karnevalshochburg Venlo. Seit über zwölf Jahren wird er wegen islamistischer Morddrohungen rund um die Uhr von Leibwächtern bewacht. Er misstraut etablierten Medien und kommuniziert am liebsten über Twitter.

Der gelernte Versicherungskaufmann ist einer der dienstältesten Abgeordneten der Niederlande. Er zog schon 1998 für die rechtsliberale VVD ins Parlament ein. Nach dem Bruch mit der VVD gründete er 2006 die PVV. Diese hatte 2010 ihren bisher größten Erfolg und wurde drittstärkste Kraft mit 24 Mandaten. Bis 2012 hielt Wilders sogar die Minderheitsregierung der VVD und der Christdemokraten im Sattel.

Wilders wertet den Islam als «terroristische Ideologie». Er begründet seine Abneigung mit eigenen Erfahrungen in arabischen Ländern und seiner Liebe zu Israel. Im Dezember sprach ein Gericht ihn der Diskriminierung von Marokkanern schuldig, verhängte jedoch keine Strafe.

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