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Dr. Momme Arfsten seit 1. Januar neuer gynäkologischer Chefarzt am Krankenhaus Bethel

Geburtshilfe und Gynäkologie gut aufgestellt

Bückeburg (kk). Seit sechs Wochen ist Dr. Momme Arfsten am neuen Arbeitsplatz tätig - und immer noch beeindruckt von der Kompetenz und Motivation seines Teams. "Gerade in der Geburtshilfe sind wir gut aufgestellt", freut sich der neue Chefarzt der Geburtshilfe und Gynäkologie am Krankenhaus Bethel. Steigende Geburtenzahlen, 749 Entbindungen im Vorjahr, sprechen für sich. Und auch in der Frauenheilkunde sieht Dr. Arfsten noch Gestaltungsfreiräume. Schließlich hat er umfassende Erfahrungen in der Mamma- und Beckenbodenchirurgie.

Dr. Momme Arfsten.

Der Gynäkologe ist Nachfolger des langjährigen Chefarztes Dr. Eberhard Neumann-von Meding, der wie berichtet zum Jahreswechsel ausschied. Vor dem Wechsel nach Bückeburg war Dr. Arfsten Chefarzt am Schlei-Klinikum in Schleswig. Dort war der gebürtige Nordfriese - Arfsten stammt von der Insel Föhr - zwar seiner Heimat mit schönen Segel- und Fahrradrevieren recht nahe, seine Familie jedoch lebte weit entfernt. Ehefrau und drei Kinder waren aus schulischen Gründen in Wennigsen geblieben. Dr. Arfsten war nämlich zuvor als leitender Oberarzt am Robert-Koch-Krankenhaus in Gehrden. Nun zog es den Mediziner aus familiären Gründen wieder ein Stück in den Süden, Bückeburg wurde neue Wirkungsstätte. Langfristig denkt die Familie des bekennenden Norddeutschen über einen Umzug ins Schaumburger Land nach. Doch zurück ins Krankenhaus Bethel. Gerade in den ersten Wochen gibt es für den neuen Chefarzt besonders viel zu tun. Zur Zeit macht er sich bei den niedergelassenen Gynäkologen bekannt, informiert sie über Möglichkeiten seiner Abteilungen und eigene Arbeitsschwerpunkte. Denn schließlich beeinflussennicht zuletzt die "Niedergelassenen", in welchem Krankenhaus sich die Patientinnen behandeln lassen oder wo Kinder zur Welt kommen. Ziel müsse sein, dass die Patientinnen möglichst wohnortnah betreut würden - in ihrem eigenen Interesse aber auch im Interesse der regionale Krankenhäuser. Dr. Arfsten macht kein Hehl daraus, dass heutzutage ein Chefarzt vor dem Hintergrund immer neuer (Spar)-Reformen im Interesse seines Hauses auch kaufmännisch denken müsse. Im Krankenhaus selbst stehe aber immer noch das Wohl der Patientinnen und der Neugeborenen im Mittelpunkt. Und da brauche Bethel sichsowohl von der Ausstattung her als auch von der fachlichen Kompetenz her nicht zu verstecken. Besonderes Augenmerk möchte Dr. Arfsten in Zukunft zum Beispiel auf die plastische Rekonstruktion der Brust nach operiertem Mammakarzinom (Brustkrebs) oder minimalinvasive Operationen an der Gebärmutter richten. Die so genannte Knopflochchirurgie erspart den Patientinnen große Bauchschnitte bei der Operation und verringert das Komplikationsrisiko. Die notwendigen Geräte sind im Bückeburger Krankenhaus vorhanden, Dr. Arfsten hat hier bereits solche Eingriffe vorgenommen. Der Gynäkologe ist von der deutschen Krebsgesellschaft in seinem Fachgebiet zertifiziert, er ist Mitglied onkologischer Arbeitskreise in Seesen und Minden. "Doch auch die Geburtshilfe liegt mir sehr am Herzen," betont er. Die familienorientierte Ausrichtung werde fortgeführt - so wenig ärztliche Beeinflussung wie möglich laute das Motto. Der Kreißsaal ist 24 Stunden am Tag besetzt, selbstverständlich stehen auch Gynäkologen und Anästhesisten (einschließlich Schmerztherapie) rund um die Uhr zur Verfügung.

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