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Betrieb deckt immer noch nicht die Kosten / Neues Angebot: "Rasengräber"

Gebühren für den Heeßer Friedhof steigen um zehn bis 15 Prozent

Eilsen/Heeßen (tw). Die schlechte Nachricht zuerst: Die "letzte Ruhe" ihrer Lieben kommt Hinterbliebene in Eilsen künftig teurer als bisher zu stehen. Die Gebühren für das Nutzungsrecht an Grabstätten klettern um 10 bis 15 Prozent. Die gute Nachricht: Die Erhöhung, welche die erste nach mehr als zehn Jahren ist, hätte noch höher ausfallen können ...

Für die letzte Ruhe ihrer Angehörigen auf dem Heeßer Friedhof mü

G ut auch: Wegen der zunehmenden Nachfrage bietet die Samt gemeinde in Heeßen jetzt eine neue Beisetzungsform an - "Rasengräber", auch für Urnen. Für beides hat der Eilser Rat unter Vorsitz von Dr. Willi Dreves (CDU) sowohl die Gebührenordnung als auch die Friedhofsatzung geändert. Hintergrund: "Wir sind gehalten, den Friedhof in Heeßen möglichst kostendeckend zu betreiben", berichtet Bernd Schönemann. "Im Jahre 2003", erinnert der Samtgemeindebürgermeister, "betrug der Kostendeckungsgrad nur 67,4 Prozent." 2007 waren's dagegen schon 83,9 Prozent. Was war geschehen? Ganz einfach: Mitarbeiter des Rathauses hatten in der Zwischenzeit viel Energie darauf verwandt, Angehörige ausfindig zu machen und anzuschreiben, bei denen das Nutzungsrecht an "ihrer" Grabstelle abgelaufen war. In der Folge kam es zu vielen Neukäufen - und damit zu Mehreinnahmen durch die Samtgemeinde. Doch von den angestrebten 100 Prozent Kostendeckung sind die aktuell erreichten 83,9 Prozent noch immer etwa 16 Prozent entfernt. "Die jetzt beschlossene Anhebung von 10 bis 15 Prozent ist vor diesem Hintergrund moderat", meint Schönemann. Zumal sie - wohlgemerkt - nur die Gebühren für das Nutzungsrecht an Grabstätten, nicht aber diejenigen für die Bestattungen und das Benutzen der Friedhofskapelle betrifft. "Auch die Pauschale, welche die Verwaltung pro Beerdigung erhebt, steigt nicht", betont Rathaus-Mitarbeiterin Ulrike Samson. Ab sofort gelten für das Nutzungsrecht an Grabstätten damit folgende Gebühren: Reihengrabstätten : 1. Für Personen ab fünf Jahren, Nutzungsdauer 25 Jahre: 360 Euro; 2. Für Personen unter fünf Jahren, Nutzungsdauer 20 Jahre: 130 Euro; 3. Für ein Rasengrab: 1000 Euro. Wahlgrabstätten: 1. Für eine Wahlgrabstätte: 720 Euro; 2. Für zwei Wahlgrabstätten: 1250 Euro; 3. Für die dritte und jede weitere Wahlgrabstätte; 720 Euro. Die Nutzungsdauer beträgt in allen drei Fällen jeweils 30 Jahre. Urnenreihengräber: 1. Für Personen ab fünf Jahren, Nutzungsdauer 25 Jahre: 150 Euro; 2. Für Personen unter fünf Jahren, Nutzungsdauer 20 Jahre: 110 Euro; 3. Für ein Rasengrab: 300 Euro. Urnenwahlgrabstätten: 1. Wahlgrabstätten für eine Urne: 300 Euro; 2. Wahlgrabstätten für zwei Urnen: 600 Euro; 3. Für die dritte und jede weitere Urnengrabstätte: 360 Euro; 4. Für eine Urnenbeisetzung auf eine bereits durch Erdbestattung belegte Wahlgrabstätte: 190 Euro. Verlängerung des Nutzungsrechts an Wahlgrabstätten: 1. Für Erdbestattung je Grabstelle pro angefangenes Jahr: 40 Euro; 2. Für Urnenwahlstätten je Grabstelle pro angefangenes Jahr: 20 Euro. Als neue Leistung bietet die Samtgemeinde auf dem Südteil des Friedhofs Heeßen jetzt auch Rasengräber an - wahlweise als Erd- (1000 Euro) oder aber als Urnengrabstätte (300 Euro). "Den Antrag dazu", erinnert Schönemann, "hatte die SPD-Fraktion gestellt". Bei Rasengräbern handelt es sich um mit Rasen eingesäte Flächen mit bodengleicher Rasenplatte ohne weiteren Bewuchs. Dabei dürfen die Platten eine Größe von 50 mal 50 Zentimetern nicht überschreiten. Die Samtgemeinde übernimmt die Mäharbeiten und das Auffüllen der Grabstätten mit Erde, wenn sich diese gesenkt hat.

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