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Peter Lechelt will Abschied feiern / Gedenkstein: "Klagt nicht, kämpft gegen die steigenden Preise"

Gartenzwerge und Barbiepuppen als Eintritt

Rinteln (ur). Einärgerliches Erlebnis hatte Sigrid Bauer in einem hiesigen Lokal: "Bestellt hatte ich ein Schnitzel und ausdrücklich gesagt, dass ich das mit Salzkartoffeln wünsche - bekommen aber habe ich kommentarlos Bratkartoffeln als Beilage. Als ich darauf hinwies, dass ich etwas anderes bestellt hatte, meinte die Bedienung nur ziemlich schnippisch: Auf der Karte steht das nun mal mit Bratkartoffeln!" Sie habe diese dann auf dem Teller liegen gelassen, doch auch bei Bezahlung der Rechnung gab es kein Wort der Entschuldigung.

Der Ehemann von Brigitte Wiegandt aus Krankenhagen hatte bei Besorgungen am Rintelner Postschalter etwas liegen gelassen und so wollte seine Frau dort anrufen und in dieser Sache nachfragen. Da es für Rinteln schon seit Jahren keinen Eintrag mehr im örtlichen Telefonbuch gibt, wählte sie eine überregionale gebührenpflichtige Service-Nummer, um auf diese Weise mit der Post in Rinteln kommunizieren zu können - aber: "Wir sind hier in Baden-Württemberg und haben selber auch keine Verbindung nach Rinteln - höchstens per E-Mail." Früher verstand sich die Post ja selbst in Streikzeiten noch als Kommunikationsunternehmen - lang, lang ist es offenbar her! Mitten im Umzug nach Bad Nenndorf begriffen ist Bildhauer Peter Lechelt mit seinem "Garten der geliebten Steine", will sich aber Ende Mai noch mit einem kleinen Kulturprogramm von seinen Freunden im südlichen Schaumburg verabschieden: "Als Eintritt nehmen wir dann vielleicht Gartenzwerge oder Barbiepuppen." Bis es aber soweit ist, noch der Hinweis: Zwar befindet sich der Skulpturengarten "in Auflösung", doch können die Exponate unterhalb der Paschenburg immer noch besichtigt werden, da sie erst "im letzten Arbeitsgang" nach Nenndorf zum Landgrafenhaus unweit der Esplanade wandern. Kein Verständnis hat Erich Requardt sen. für die Argumente der Gegner eines Ausbau beim Weserradwanderweg am Freibad. "Der Begriff Weserangerbad ist doch nur noch historisch zu verstehen. Die Zeiten sind doch längst vorbei, dass etwa die Prüfungen beim Langstreckenschwimmen in der Weser vorgenommen wurden." Und wer sich daran störe, dass ihn Radfahrer auf der Liegewiese beobachten, der könne doch ebenso gut in den hinteren Bereich ziehen, wo jetzt die Radler vorbeifahren. Beim Frühlingskonzert des Jugendblasorchesters im Brückentorsaal bemängelte Karin Dirks das Verhalten einiger Besucher am Getränketresen in der Pause: "Das war ein rücksichtsloses Gedränge und Geschiebe - vor allem dann, wenn einige Leute Sammelbestellungen gleich für fünf oder sechs Gäste erledigten." Sie sei dabei mit dem Inhalt eines weitergereichten Sektglasesüberschüttet worden und der dafür Verantwortliche hätte nur fröhlich lachend gemeint: "Sekt gibt keine Milchflecken!" Bedanken möchte sich auf diesem Wege Gerlinde Wehner aus Porta Westfalica bei einem Autofahrer mit SHG-Kennzeichen: "Ich hatte beim Einkaufen den Treffzeitpunkt mit meinem Sohn vergessen und stand eine halbe Stunde zu spät am Kaufhaus Woolworth." Als sie dann vergeblich versuchte, beim Telefon an der Bushaltestelle ihre Familie zu erreichen und auch keine Busverbindung nach Eisbergen fand, fragte sie der etwa 50-Jährige, ob er irgendwie helfen könne: "Als ich ihm mein Problem geschildert hatte, bot er mir an, mich nach Eisbergen zu fahren - und lehnte sogar die fünf Euro Spritgeld ab, die ich ihm angeboten habe!" Zum umstrittenen Gedenkstein am Kollegienplatz schlägt Brigitte König vor, diesen im Wechsel durch Verweise auf aktuelle Probleme zu ergänzen: "Da könnte zum Beispiel stehen: ,Klagt nicht, kämpft gegen die steigenden Preise' und schon hätte es einen Sinn für unsere Zeit."

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