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Neue Öffnungszeiten beim Frühschwimmen in der „Badewonne“

Garantiert nichts für Morgenmuffel und Langschläfer

Nordsehl (kil). „Morgenstund hat Gold im Mund“ – dieses Sprichwort trifft auf die Frühschwimmer der Nordsehler „Badewonne“ hundertprozentig zu. Was so manchem Morgenmuffel als Tortur erscheint, ist für zahlreiche Frühschwimmer eine echte Wohltat, die ihnen hilft, fit zu bleiben und aktiv in den Tag zu starten.

Willi Bartels gibt eine Runde Sekt aus.  Foto: kil

Konnten sich die Badegäste bisher immer montags bis freitags von 6.30 Uhr bis 8.30 Uhr in die Fluten des Hallenbades stürzen, verschieben sich die Öffnungszeiten ab Montag leicht, wie Rolf Wöbbeking, Vorsitzender des Fördervereins der „Badewonne“, mitteilte. Dann steht das Becken allen Schwimmern von sechs bis acht Uhr zur Verfügung.

Nach Angaben von Wöbbeking besuchen in der Woche im Durchschnitt rund 150 Frühschwimmer aus Schaumburg und darüber hinaus das Hallenbad. „Die meisten von ihnen haben eine Jahreskarte.“ Diese kostet 90 Euro, Einzelkarten gibt es für 2,50 Euro – und für eine Zehnerkarte zahlen die Schwimmer 20 Euro.

Das Frühschwimmen biete Jung und Alt die Möglichkeit, „fit in den Tag zu starten“, erzählte Wöbbeking. Viele der Frühschwimmer kommen bereits seit vielen Jahren mehrmals in der Woche, etliche schaffen es sogar täglich ins Becken. So auch der 79-jährige Willi Bartels aus Pollhagen, der seit 36 Jahren von morgens seine Bahnen zieht. Am vergangenen Donnerstag hat er aus Anlass seines Geburtstages eine Runde Sekt für seine Schwimmkollegen ausgegeben, den die Frühschwimmer in ausgelassener Runde bei 30,4 Grad Wassertemperatur verzehrten. „Donnerstags ist immer ,Ausgabetag‘“, erklärte Wöbbeking.

Die Stimmung unter den Frühschwimmern ist locker und gesellig. „Das Schwimmen ist gut für den Körper und die Gesundheit“, sagte Bartels. Gemeinsam mit zwölf bis 15 anderen Schwimmern trifft er sich regelmäßig in der „Badewonne“. Der Älteste unter ihnen ist bereits 90 Jahre alt. Das frühe Aufstehen macht den Schwimmern nichts aus. „Wenn andere Leute langsam aufstehen“, so einer der Frühaufsteher, „sind wir schön längst munter.“

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