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Grundschule ermittelt Bedarf / Zwei Varianten für Betreuung erarbeitet / "Alles Frage des Geldes"

Ganztagsschule: Konzept vom Budget abhängig

Rehren (la). Vom 1. August dieses Jahres an ist die Grundschule Auetal Ganztagsschule. Das Kultusministerium hat kürzlich das Okay dafür gegeben (wir berichteten). Jetzt beginnt die Arbeit für Schulleiter Carl Gundlach und sein Team. Zunächst wird der Bedarf ermittelt. "Wir machen zurzeit eine lockere Umfrage unter den Eltern der Erst- bis Drittklässler und der Kindergärten, um den Bedarf an Ganztagsplätzen zu ermitteln", so Gundlach. Dann müssen Details mit der Gemeinde abgesprochen werden.

"Zunächst müssen die erforderlichen Baumaßnahmen genau besprochen werden", sagte Gundlach. Der ehemalige Musikraum muss zur Mensa umgebaut und die Küche anders ausgestattet werden. "Wir benötigen einen großen Geschirrspüler, Geschirr und Mobiliar für die Mensa sowie Spielsachen", so der Schulleiter. Außerdem müssten die Heizkreise im Schulgebäude verändert werden, damit am Nachmittag nicht die gesamte Schule beheizt werden muss. "Schließlich wollen wir weiterhin Energie sparen", so Gundlach. Für die Betreuung der Kinder hat Gundlach mit den Lehrkräften und dem Schulvorstand zwei mögliche Varianten erarbeitet. "Das hängt natürlich auch davon ab, wie viel Geld uns zur Verfügung steht", sagte der Schulleiter. Zwar ist vom Land ein Budget für die Ganztagsschulen zugesagt worden, aberob es sich dabei um 50 oder 5000 Euro handelt, ist noch völlig offen. "Wir möchten die Kinder in festen Gruppen einteilen, und für jede Gruppe sollte eine Betreuerin zuständig sein", erläutert Gundlach. In jedem Fall soll der Ganztagsbetrieb nach dem "normalen" Schulalltag mit einem gemeinsamen Mittagessen beginnen. Die Teilnahme am Essen soll für alle Kinder verpflichtend sein. Bezahlt werden müssen die Mahlzeiten von den Eltern. "Hier werden wir sofort bei der Anmeldung eine Einzugsermächtigung fordern, damit es keine Probleme mit den Zahlungen gibt", sagte Gundlach. Von 13 bis 13.30 Uhr soll, in Begleitung der Betreuerin, gegessen werden. Um möglichst wenig Zeit zu "verschwenden", möchte der Schulleiter, dass das Essen für die Kinder bereits auf dem Tisch steht, wenn die Kinder in die Mittagspause kommen und die Teller nach dem Essen von Personal abgeräumt werden. Danach ist eine 15-minütige Pause vorgesehen, in der die Kinder ebenfalls von ihrer Betreuerin beaufsichtigt werden. "Feste Gruppen halte ich für pädagogisch sinnvoll. Die Kinder kennen sich dann schnell untereinander und ihre Bezugsperson, zu der sie engen Kontakt aufbauen können", so Gundlach. Für die letzten 75 Minuten des Nachmittags - also von 13.45 bis 15 Uhr - stellt sich der Schulleiter zwei mögliche Varianten vor. In Variante 1 käme je Gruppe eine zweite Betreuungskraft hinzu. Gemeinsam würden die beiden Kräfte dann die Kinder bei den Hausaufgaben betreuen und danach Spiele, Sport oder ähnliches anbieten. Die Kinder blieben dabei in ihren festen Gruppen. Variante 2 sieht vor, dass die Kinder zunächst in ihrer Gruppe die Hausaufgaben erledigen und danach, je nach Interesse und Neigung, verschiedene Angebote mit Kindern aus anderen Gruppen wahrnehmen. Das könnten zum Beispiel musische Angebote in Zusammenarbeit mit der Kreisjugendmusikschule sein, sportliche Aktivität mit Unterstützung der Auetaler Sportvereine oder künstlerische Angebote wie malen oder basteln. "Das ist aber alles eine Frage des Geldes", wiederholte Gundlach. Außerdem müssten zuverlässige Kooperationspartner gefunden werden. "Wenn zum Beispiel der TuS einen Übungsleiter für eine Fußball-AG abstellt, dann muss der auch für Ersatz sorgen, wenn er einmal nicht kann", so Gundlach. Der Schulleiter rechnet damit, dass von den 300 Schulkindern etwa 100 das Ganztagsangebot an drei Tagen in der Woche wahrnehmen werden.

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