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Stadthäger Sozialdemokraten wollen Beratungs- und Hilfsangebote an den Kindertagesstätten wohnortnah bündeln

"Ganzheitliches Konzept": SPD strebt Familienzentren an

Stadthagen (ssr). Zu Familienzentren weiterentwickeln wollen die Stadthäger SPD und deren Bürgermeisterkanddiat Bernd Hellmann die Stadthäger Kindertagesstätten. Nach jeweiligem Bedarf vor Ort sollen in den Kitas angemessene familienunterstützende Angebote gebündelt vorgehalten werden - "wohnortnah und niedrigschwellig". Das jedenfalls ist erklärtes politischesZiel der SPD.

Schon heute gebe es in Stadthagen vielfältige und gute kinder- und familienbegleitende Angebote, stellten Kandidat Hellmann und - namens der SPD - Merve Neumann-Tietzer vor Journalisten gemeinsam fest. Das "ganzheitliche Konzept" von Familienzentren habe aber darüber hinausgehend zum Ziel, diese Angebote bedarfsgerecht an Kindertagesstätten zu bündeln und sinnvoll aufeinander abzustimmen. In den Familienzentren könnten so unterschiedliche Dinge wie Kinderhorte, Schwangerenberatung, Tagesmütter-Vermittlung, Ehe-, Erziehungs- oder Familienberatung, aber auch Hausaufgabenhilfe für Schüler oder ein Seniorentreff angesiedelt werden, nannte Neumann-Tietzer Beispiele für eine denkbare Angebotspalette. Dabei gehe es in keinem Fall um den Aufbau von Parallelstrukturen zu bereits bestehenden Angeboten, sondern um deren wohnortnahe Präsentation, entwickelt je nach örtlicher Nachfrage. "Bei der Entwicklung der Zentren werden wir eng mit den Betroffenen vor Ort und natürlich mit der Kirche als Träger zusammenarbeiten", versicherte Hellmann. Neumann-Tietzer setzte hinzu: "In Obernwöhren dürfte die Bedarfslage durch die sozialen Gegebenheiten ganz anders aussehen als etwa im Herminenstift." Durch den extrem wohnortnahen Ansatz dieses Konzepts soll laut Neumann-Tietzer erreicht werden, "dass es für möglichst viele Menschen ganz selbstverständlich wird, sich Rat, Begleitung und Hilfe zu holen - sozusagen von nebenan." Das dürfe "überhaupt kein Makel mehr sein, sondern etwas ganz Natürliches." Durch die Vernetzung der Angebote solle zudem verhindert werden, "dass beispielsweise Rat suchende Eltern von A über B nach C laufen müssen, um an der richtigen Stelle zu landen", erläuterte die Stadthäger SPD-Familienpolitikerin. Insofern komme den geplanten Familienzentren auch eine Vermittlungsfunktion zu. Ein Hintergrund des neuen Konzepts sei auch die Einsicht, dass Förderung und Begleitung im Bedarfsfall "so früh wie nur irgend möglich ansetzen" müsse, schilderte Hellmann. So sei den Betreffenden am wirksamsten zu helfen, das sei auf lange Sicht aber auch finanziell der vernünftigste Weg. Über entstehende Kosten des Konzepts konnten die SPD-Vertreter noch nichts sagen. "Wir wollen auf jeden Fall schnell damit anfangen", sagte Hellmann. Da sich das Modell Familienzentren naturgemäß Schritt für Schritt entwickeln werde, könne der Kostenaspekt jedes einzelnen Schrittes dann erörtert werden.

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