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Wie man Lebensmittelmüll bei Backwaren vermeiden kann

Ganzer Laib Brot hält länger

Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, wird weggeworfen, pro Person und Jahr sind das rund 82 Kilogramm Lebensmittelabfall. Rund zwei Drittel davon wären vermeidbar, meint das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, und hat die Aktion „Zu gut für die Tonne“ ins Leben gerufen, die von Akteuren aus Industrie, Handel, Gastronomie und Landwirtschaft sowie Verbraucherverbänden und Kirchen unterstützt wird. Hier gibt es Hinweise, wie man zu viele Lebensmittelabfälle vermeiden kann, so beispielsweise beim Umgang mit dem täglichen Brot. Jedes achte gekaufte Brot landet auf dem Müll, sagt die Statistik. Hinzu kommen nicht verkaufte Backwaren, die anderweitig verarbeitet oder aber entsorgt werden. Hier einige Tipps, wie man dem Wegwerfenmüssen von Brot vorbeugen kann:

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Zu viel gekauftes frisches Brot oder Brötchen kann man gut einfrieren. Bei mindestens minus 18 Grad Celsius halten sie bis zu drei Monaten. Brot kann man bei Zimmertemperatur oder, wenn es in Scheiben eingefroren wurde, im Toaster auftauen. Brötchen lassen sich im Backofen wieder knusprig aufbacken, noch besser geht es, wenn man sie vorher mit etwas Wasser benetzt.

Auf diese Weise kann man auch älteres, nicht eingefrorenes Brot, noch einmal genießen. Einfach aufbacken und es schmeckt fast so gut wie frisch.

Es lohnt sich, Brot vom Vortag zu kaufen, das meist nicht nur günstiger angeboten wird, sondern auch hilft, Abfall in der Bäckerei zu vermeiden.

Ganze oder halbe Laibe Brot halten besser als Schnittbrot, das leichter und schneller zur Schimmelbildung neigt.

Wer sein Brot selber backt, sollte beim Hefe-Einkauf beachten, dass frische Backhefe in Würfeln innerhalb nur einer Woche Lagerung deutlich an Triebkraft verliert. Trockenhefe in Tütchen dagegen ist fast unbegrenzt haltbar.

Wurde zu viel Teig zubereitet, kann man den überschüssigen Anteil einfrieren, Hefeteig darf allerdings noch nicht aufgegangen sein. Dann hält er bis zu drei Monaten. Rührteig sollte man am besten in der Form einfrieren, dann hält er bis zu sechs Monaten.

Auch altbackenes Brot kann man weiterverarbeiten. Festes und etwas trockenes Brot ist gut geeignet, um Croûtons davon zu machen. In kleine Würfel schneiden, bei schwacher Hitze in Butter oder Öl braten und über Suppen oder Salate streuen.

Altbackene Brötchen oder Weißbrot lassen sich gut zu Paniermehl verarbeiten. Einfach auf der Küchenreibe reiben und in ein dicht schließendes Gefäß geben. Auf saubere Hände und ein sauberes Gerät achten.

Achtung: Schimmeliges Brot darf nicht mehr verwendet werden!

Wer sich für leckere Rezepte für Reste rund ums Brot interessiert, kann sich die App „Zu gut für die Tonne“ gratis im AppStore oder bei GooglePlay www.zugutfuerdietonne.de/app runterladen.red

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