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Ein Wanderweg rund um Vehlen: So könnte es weitergehen / Morgen wird der Ortsrat informiert

Fußwegekonzept soll deutlich verbessert werden

Vehlen (rnk). Auch im Rahmen der Dorferneuerung ist es ein größerer Wunsch: mehr Wanderwege rund um Vehlen, zumal da das Dorf mit seinen Wiesen und Auen, den Bächen und Feldern rund um die Kirche allemal einen Spaziergang wert ist. Über die Umsetzung eines Wanderweges möglichst rund um das Dorf hat in der letzten Woche der Fachausschuss diskutiert, morgen wird der Ortsrat über den Stand der Dinge informiert.

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Nach dem Naturschutzrecht müssen Eingriffe in Natur und Landschaft ausgeglichen werden, um den ursprünglichen Zustand der Natur zu bewahren oder gleichwertig zu ersetzen. Im Fall des B-Plans 037 ging dies nicht. Möglich ist indes eine andere Stelle als der Ort des Eingriffs. Etwa in der Gemarkung Vehlen, wo jetzt über Wege diskutiert wird, nachdem die Entrohrung des Entlastungsgrabens als nicht sinnvoll verworfen worden ist (wir berichteten). In sogenannten Flächenpools werden potenzielle Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft vorgehalten. Der städtische Pool an Kompensationsflächen könne nun in sinnvoller Weise um Randstreifen entlang der Aue und des Unterlaufs der Südbeeke erweitert werden, hat Diplom-Ingenieur Thomas Zerner jetzt im Fachausschuss betont. Funktionstüchtige Gewässerrandstreifen müssten dabei eine Mindestbreite von zehn bis zwölf Metern haben, bei Integration eines Fußweges seien es zwei bis drei Meter mehr. Auch die Fließgewässer würden profitieren, da die poolseitige Uferlinie stärker der Eigendynamik des Gewässers überlassen werden kann und so unmittelbar am und im Gewässer naturnähere und damit höherwertige Strukturen entstehen können. Grundsätzlicher Anlass dieser Überlegungen ist das Fußwegekonzept, das im Bereich der Feldfluren "Breite" und "Vor den Dröhnen" deutlich verbessert werden soll. Dazu ist eine Verlängerung entlang des Sülbeeke-Unterlaufs angedacht. Dieser neue Fußwegeabschnitt sei aber nur sinnvoll, wenn ein weiterer Anschluss an die Ortslage Vehlen geschaffen werde. Und das geht nach dem bisherigen Verhandlungsstand in den Randbereichen des Hofes Prange und der Großen Wiese nicht. Damit bleibt als Voraussetzung für das Fußwegenetz eine neue Querung der Aue unmittelbar nördlich des Aue-stauwerks "Lehra" oder der neuen Umflut. Soll heißen: An einem dieser beiden Punkte müsste eine Brücke gebaut werden. Zwei Punkte sind also denkbar, von denen Zerner den nördlichen aus Gründen der Gerinnegestalt und Abflussdynamik vorziehen würde. Westlich der Bückeburger Aue ist dann noch eine Wegeverlängerung hin zur Ortslage notwendig. Denkbar sei da ein Weg entlang des alten Aue gerinnes,über die dortige Pferdekoppel hinweg Richtung Auestauwerk und Ahnser Straße. So würde eine neue Fußwegeschleife entstehen, die den Anschluss des Ortsbereichs westlich der Aue an die übrige Ortslage verbessere. Entlang der Ahnser Straße wäre ein Fuß- und Radweg westlich der Straßenparzelle auf bisherigen Ackerflächen notwendig. Zur Querung des Straßengrabens und des Mühlenkanals sind eine Verrohrung und ein Steg vorhanden. Der Verbindungsbereich zwischen neuer Auebrücke und Ahnser Straße - der etwa 120 Meter lang ist - kann entweder auf eine drei bis fünf Meter breite Wegeparzelle beschränkt bleiben oder auf eine Breite von wenigstens 15 Metern erweitert und so zusätzlich als Teil der Kompensations-Flächenpools wirksam werden. Insgesamt ergäbe sich westlich der Aue ein Flächenumfang von 1750 Metern. Aber mit dem Grundstückseigentümer sind noch keine Gespräche geführt worden.

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