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Grüne/WIR starten Umfragen auf dem Frühlingsmarkt und im Internet / Insgesamt 290 Gegenstimmen

Fußgängerzone: Mehrheit ist gegen eine Öffnung

Obernkirchen (clb). Nicht nur die Schausteller sind am Wochenende auf dem Frühlingsmarkt aktiv gewesen - auch die Ratsfraktion Grüne/WIR nutzte diese Gelegenheit, um die Kirmesbesuchern zu fragen, was sie von einer geöffneten Fußgängerzone halten. Vor zwei Wochen hatte die Ratsgruppe bereits eine Umfrage im Internet gestartet - und nun das Zwischenergebnis ausgewertet. Die Überraschung: Sowohl bei der Bürgerbefragung am Sonnabend als auch bei der Internetumfrage sprachen sich die meisten gegen eine geöffnete Fußgängerzone aus.

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Die Ergebnisse im Einzelnen: Bei der Umfrage auf dem Frühlingsmarkt stimmten 23 Bürger für eine Öffnung, 35 waren dagegen oder noch unentschlossen. Bei dem Webvoting, an dem bis jetzt bereits 454 Leute teilgenommen haben, haben sich 194 Leute für die Öffnung ausgesprochen, 255 dagegen. Fünf Bürger sind noch unentschlossen. Unter www.gruene-obernkirchen.de kann noch bis zum 26. April abgestimmt werden. Bei deröffentlichen Umfrage wurde deutlich, dass fast alle Jugendlichen, Senioren und Behinderten für die Beibehaltung der Fußgängerzone sind, weil sie Verluste ihrer Lebensqualität befürchten. Außerdem bezweifeln viele, dass die vorgegebenen 7 Stundenkilometer eingehalten werden. Von den 23 Bürgern, die sich für eine befahrene Fußgängerzone ausgesprochen hatten, wünschen sich sieben eine Öffnung in Richtung Rathaus, sechs eine Öffnung zur Neumarktstraße. Ein Großteil hält eine Testphase von einem Jahr für sinnvoll. Bei der Umfrage am Sonnabend hatten die Bürger zudem die Möglichkeit, eigene Ideen mit einzubringen. So wurde vorgeschlagen, Jugendliche verstärkt in die weitere Stadtentwicklung mit einzubeziehen. Angeregt wurde auch, das leerstehende Bornemanngebäude Familien, Senioren und Vereinen zur Verfügung zu stellen, statt es abzureißen. Viele Jugendliche wünschen sich mehr Freizeitmöglichkeiten, zum Beispiel ein Billardcafé oder eine Bowlinganlage. Außerdem kam die Frage auf, ob die erheblichen Sanierungsmittel, die für den Bau der Fußgängerzone benötigt wurden, von der Stadt zurückgezahlt werden, falls die Fläche wieder verändert wird. Während Grünen-Vertreter Thomas Stübke, der gemeinsam mit Bernd Kirsch (WIR) das Gespräch mit den Bürgern gesucht hatte, noch unentschlossen ist, sieht Kirsch viele Vorteile in einer geöffneten Fußgängerzone. "Bornemannplatz, Rösertor und Fußgängerzone gehören für mich zusammen." Wichtig sei es, eine Verbindung zwischen Bornemannplatz und dem neuen Einkaufszentrum zu schaffen. Somit werde man, wenn man gerade beim Einkaufen ist, automatisch zur Friedrich-Ebert-Straße weitergeführt. Um den Leuten das Ein- und Aussteigen zu erleichtern, könne man weitere Parkbuchten schaffen. "Und wenn man nach einem Jahr feststellt, dass der Verkehr störend ist, kann man es ja wieder rückgängig machen."

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