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Und: Boule-Sportverein geht leer aus

Fun-Box: Politik erscheint der Spaß zu teuer

Rodenberg (bab). Die Stadt Rodenberg kann es sich eventuell nicht leisten, die Skateranlage auszubauen. Die Entscheidung wurde bis zu den Haushaltsplanberatungen vertagt. Der Boulesportverein geht im kommenden Jahr leer aus. Der Fachausschuss wollte keine Förderung genehmigen, ohne dass der Verein ein konkretes Projekt vorweisen kann.

Der Boulesportverein (BSV) dreht sich inzwischen im Kreis. Die Mehrheit im Sport- und Jugendausschuss will ihn nicht fördern, ohne dass er eine Bahn hat. 2000 Euro will der BSV für 2009 von der Stadt haben, um diese Bahn zu bauen. "Ich werde dem zustimmen", sagte Ignaz Stegmiller (FDP) und fand für diese Meinung keine Mehrheit. Da der BSV im vergangenen Jahr die 1000 Euro Förderung nicht abrufen konnte, weil kein Platz gefunden wurde, wollte Stegmiller dem Förderantrag zustimmen. Volker Dahle (CDU) meinte jedoch, dass die Entscheidung im letzten Jahr schon "systemwidrig" gewesen sei, weil dem BSV pauschal 1000 Euro zugesagt worden seien, die nicht an ein konkretes Projekt geknüpft waren. Bevor er die Förderung unterstütze, möchte er, "dass konkret ein Bauvorhaben auf dem Tisch liegt". Gerd Grädener (WGR) und Ausschussvorsitzende Catrin Döpke (SPD), Joachim Stürck (CDU) und Sebastian Klein (CDU) schlossen sich Dahles Argumentation an. "Es tut mir leid, aber ich muss sagen, ihr seid Heuchler", mischte sich Peter Friedrichkeit ein. Der Verein habe konkrete Vorschläge gemacht, "und die Stadt hat sich verweigert". Dem Bouleverein bleibe doch gar nichts anderes übrig. "Den Bouleverein wieder hängen zu lassen ist heuchlerisch." Ralf Sassmann (WGR) sah das etwas anders. Die Stadt habe dem Bouleverein einen Vorschlag für einen Standort gemacht und der sei vomBSV abgelehnt worden. Der Verein könne weitere Vorschläge machen, oder selbst einen Platz erwerben, "dann wissen wir um welche Kosten es geht". Stegmillers Vorschlag, wenigstens die 1000 Euro im Haushalt zu belassen wurde mit vier Nein-Stimmen gegen drei Ja-Stimmen abgelehnt. Die Wünsche der Rodenberger Skater und Mountainbike-Fahrer auf eine sogenannte Fun-Box hat der Ausschuss bis zu den Haushaltsplanberatungen vertagt. Das Spaßgerät würde rund 15 000 bis 20 000 Euro kosten, weil der Platz neben der Tennishalle für rund 10 000 Euro verbreitert werden müsste. Der Kostenvoranschlag vom Grünflächenamt geht außerdem von zusätzlichen Materialkosten von 5000 bis 10 000 Euro aus. Döpkes Vorschlag, die vorhandene Halfpipe abzubauen und durch ein neues Gerät zu ersetzen, fand wenig Anklang. "Ein Spielgerät, das in Ordnung ist, wegnehmen?", fragte Sassmann. "Das ist nicht sinnvoll." Dahle riet, ehrlich einzugestehen, "wenn wir schon wissen, wir können es nicht finanzieren"."Wir kommen bei dem Ausbau in Kostenregionen, die wir uns nicht leisten können", sagte Sassmann. Auch Beisitzer Uwe Märtens meinte "für ein paar Jugendliche" könne die Stadt so viel Geld nicht aufbringen. Beisitzer Frank Ersinger, im SGR-Fußballförderverein tätig , sah das anders. "Das ist ein ziemlich starker Sammelplatz von Kindern." Der Ausschuss blieb dabei: Die Entscheidung soll bei den Haushaltsplanberatungen fallen.

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