weather-image
17°
Rodenberger Sportausschuss setzt Rotstift an / Größere Waschräume für Fußballer

Für das Flutlicht sieht es eher düster aus

Rodenberg (bab). Die Politiker der Stadt Rodenberg haben den Rotstift angesetzt. Der Sportausschuss will 2009 kein Geld für neuen Flutlichtanlagen ausgeben. Dabei schieden sich die Geister darüber, was für die Sportvereine notwendig sei und auf was verzichtet werden kann.

Der Verwaltungsausschuss hatte bereits im Vorfeld entschieden, dass ein Betrag ganz sicher in den Haushaltsplan einfließt. 15 000 Euro werden für die Erweiterung der Fußballerduschräume der SGR aufgebracht. Während sich die CDU fragte, was der Antrag überhaupt auf der Tagesordnung zu suchen habe, wenn bereits entschieden sei, übte Ratsherr Wilhelm Hartmann (SPD) aus Algesdorf ganz andere Kritik. Er sah nicht ein, dass die SGR-Fußballer dringender Waschräume brauchen als der TSV Algesdorf. Beide Fußballsparten seien im Prinzip gleich groß. "Wenn man sich anschaut, was für Zustände herrschen, müsste eine Truppe ganz zugemacht werden." Die SG schicke als Argument "die Damen" vor. Der Verein hatte im Antrag das gestiegene Interesse am Mädchenfußball erwähnt, der bei Spielen gleichzeitig mit den Junioren die Waschräume benötigt. Ralf Sassmann (WGR) sieht im Gegensatz zu Hartmann "Handlungsbedarf", und auch Ignaz Stegmiller (FDP) brach eine Lanze für die Rodenberger. "Ich habe da schon geduscht, da gehe ich lieber nach Hause und dusche da", schilderte er. Er kenne auch die Algesdorfer Verhältnisse, und die seien gut. In Sachen Flutlicht bleibt es zumindest 2009 bei beiden Vereinen düster. Die SGR will Beleuchtung für den B-Platz, der TSV Algesdorf will seinen Übungsplatz vom Parkplatz aus anstrahlen. Damit sollen die A-Plätze in der Winterzeit geschont werden. "Möchte jemand etwas sagen zu diesem heiklen Thema", fragte Ausschussvorsitzende Catrin Döpke (SPD) in die Runde. Sassmann traute sich: "Ich denke, dass wir das nächstes Jahr nicht leisten können." "Beide Vereine haben eine Flutlichtanlage", sagte Joachim Stürck (CDU). Bei 11 000 Euro angenommener Kosten wäre der SGR auch nicht geholfen, wenn die Stadt ein Drittel dazu lege. Auch bei diesem Punkt sah Hartmann die Algesdorfer in einer besonderen Position. Da die SGR im Prinzip zwei gleichwertige Plätze habe und der TSV nur einen kleineren Übungsplatz, werde der A-Platz des TSV viel stärker belastet. Stürck ließ das nicht gelten. Zum einen ruhe der Spielbetrieb im Winter monatelang und die SGR habe auch nur am A-Platz Flutlicht. Dafür hat der Ausschuss zugestimmt, für die Reparatur des geschundenen Algesdorfer Rasens Geld zu geben. Ein Drittel der Kosten von 1000 Euro für den Rollrasen soll die Stadt übernehmen.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare