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Wehren aus Lauenstein und Schmerzke feiern

Freunde seit 25 Jahren

Lauenstein. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Lauenstein und Schmerzke (Stadt Brandenburg) hatten zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung allen Grund zum Feiern. Denn auch die Partnerschaft der beiden Wehren ist direkt nach der Grenzöffnung vor über 25 Jahren entstanden.

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Jetzt trafen sich 52 Feuerwehrleute auf „halber Strecke“ in Helmstedt in historischer Umgebung. Gemeinsam wurde das Zonengrenzmuseum in Helmstedt, das Grenzdenkmal in Hötensleben und die Gedenkstätte Marienborn besucht. Die dortigen Führungen nahmen alle Teilnehmer mit großem Interesse auf. Der noch erhaltene Grenzabschnitt in Hötensleben sorgte dabei kurzzeitig für eine beklemmende Atmosphäre. Nach dem Abendessen ließen die Brandschützer den Tag in einer gemütlichen Runde im Hotel ausklingen.

Ende 1989 war der Kontakt durch den Lauensteiner Kameraden Dieter Siebert entstanden, dessen Verwandter Siegfried Näther seinerzeit Ortsvorsteher und Wehrführer in Schmerzke war. Im März 1990 fuhr eine vierköpfige Delegation aus Lauenstein nach Schmerzke. Nach diesem ersten Informationsaustausch folgten wenige Wochen später Besuche zu den Feuerwehrfesten zum jeweiligen 66-jährigen Bestehen. Beide Wehren wurden 1924 gegründet, und so konnten die Jubiläen erstmals zusammen gefeiert werden.

Seitdem stehen zum Beispiel zu Fußballturnieren oder Feuerwehr-Wettbewerben mindestens zwei Treffen pro Jahr an. Zudem nehmen an den Jahreshauptversammlungen jeweils Abordnungen teil. Auch private Freundschaften sind in der Zwischenzeit entstanden. Einen guten Kontakt pflegen darüber hinaus auch die Jugendfeuerwehren beider Wehren. Das jährliche Pfingstzeltlager des Nachwuchses ist schon zur Tradition geworden. „Es ist leicht, eine Partnerschaft zu gründen, aber diese 25 Jahre lang aufrechtzuerhalten, ist eine tolle Leistung“, stellte Schmerzkes Wehrführer Matthias Sumpf zufrieden fest. Für Lauensteins Ortsbrandmeister Hubert Brock ist ein Grund für die lange und gut funktionierende Partnerschaft, dass diese auch von mehreren Generationen der beiden Feuerwehren gelebt und gepflegt wird. So freute er sich in Helmstedt besonders über die gemischte Altersstruktur der Teilnehmer. Es waren sowohl junge Kameraden dabei, die das geteilte Deutschland nur vom Erzählen oder aus dem Geschichtsunterricht kennen, als auch Mitglieder der „ersten Stunde“, von denen einige mittlerweile den Altersabteilungen angehören. Der Abschied fiel nicht schwer, denn beide Wehren sahen sich zum Boßelturnier in Schmerzke.gök

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