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Kritik zur zu langen Siegerehrung der Oldtimer-Rallye und geschlossenen Apotheken

"Freibad sollte zum 1. Mai geöffnet werden"

Rinteln (ur). Elke Goldbach ist passionierte Radfahrerin und auch den Weg ins Fitnessstudio in der Nordstadt legt sie selbstredend mit dem Drahtesel zurück. Der aber ja nicht nur aus Draht besteht, sondern auch aus Reifenmantel und Schlauch - und diese Teile reagieren höchst empfindlich auf die vielen Scherben, die auf verschiedenen Abschnitten auf dem Radweg anzutreffen sind.

Neben einem mahnenden Appell an die Verursacher der Verunreinigungen fordert sie allerdings auch regelmäßige Reinigung der Wege ein, damit ihre Nutzer nicht immer von Scherben beeinträchtigt werden - zumal das ja nicht nur das Weiterfahren behindert, sondern auch schon mal ins Auge gehen kann. Gleich mehrere Anlieger der Altstadtäußern sich zur Oldtimer-Rallye vom vergangenen Sonntag. Zwar sei es zweifellos interessant, die Fahrzeuge aus alten Zeiten bei Start und Ziel zu erleben und auch die Jazzband trage zur guten Sonntagsstimmung bei, aber: "Was interessiert mich, wer aus Bielefeld oder Nienburg mit wie vielen Fehlerpunkten auf dem 42. oder 53. Platz gelandet ist." Man solle sich doch auf eine kurze Ehrung der Sieger beschränken, zumal die Ergebnisse für die Teilnehmer aushängen, fordert eine weitere Anliegerin und andere kritisieren: "Über eine Stunde lang werden Zahlen runtergerattert und Namen genannt, die niemandem etwas sagen - und das in einer Lautstärke, als ob es die gesamte Stadt interessieren würde." Damit werde der sonst an sich gute Eindruck von der Rallye zu Nichte gemacht: "Am Ende ist das nichts als Lärmterror durch die Veranstalter." Das gelte im Übrigen auch für Stadtläufe und Ähnliches: "Wer da nun 82. oder 90. wird, wollen im Grunde nicht einmal die Teilnehmer selbst wissen und das endlose Ausrufen von Nummern und Namen dürfte auch für die Sponsoren eher ein Schuss nach hinten sein!" Eine flexible Handhabung derÖffnungszeiten beim Freibad mahnt Martin Wiese ein: "Zu Himmelfahrt, 1. Mai und Messe: Wenn da die Sonne wieder lacht, sollte es doch auch im Interesse der Kassenlage sinnvoll sein, die Badeanstalt vorzeitig zuöffnen. Als Service werden es die Besucher der Stadt bestimmt begreifen." Eine offizielle Eröffnung mit rutschenden Ratsherren könne man dann ja immer noch nachholen... Obwohl Dieter Jüssem inzwischen nach einem mehrwöchigen Aufenthalt in Rinteln längst wieder zurück an seinem Wohnort im Ruhrgebiet ist, lässt ihn ein Sachverhalt nicht ruhen: "Ich habe gelegentlich durch ein Hüftleiden nahezu unerträgliche Schmerzen und deshalb für alle Fälle ein Rezept meines Hausarztes mitbekommen. Akut wurde der Schmerz an einem Mittwoch und in ganz Rinteln fand ich keine Apotheke, die nachmittags geöffnet war. Mit heftigen Schmerzen bin ich dann nach Hameln gefahren und wurde dort prompt bedient. Wie lange lassen sich die Rintelner das eigentlich schon bzw. noch gefallen?" Rundum sauer ist Katharina Müller aus dem Extertalüber einen unbekannten Dieb oder Witzbold: "Ich habe bei einem großen Lebensmittelmarkt für zwanzig Minuten den Buggy meiner zweijährigen Tochter vorm Eingang zum eigentlichen Markt abgestellt und das Kind mit hineingenommen. Als ich zurückkam, hatte jemand den fest montierten und gepolstertenStoffbezug heruntergerissen und obendrein noch Kakao auf die Sitzfläche gegossen." Ihr Kommentar dazu: "Hirn- und witzlos, boshaft und gemein!"

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