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Letizia Müller (4) aus Hameln fragt: „Warum gibt es Nachnamen?“

Letizia aus Hameln hat eine Frage.

Das mit den Nachnamen ist eine sehr interessante Sache: „Früher gab es diese Namen nämlich nicht. Alle Menschen hatten nur einen Vornamen“, sagt der Familiennamenforscher Dr. Winfried Breidbach. Im Laufe der Zeit gab es aber immer mehr Menschen, und die unterschiedlichen Namen reichten nicht mehr aus. Immer mehr Leute zogen zu dieser Zeit auch vom Land in die Städte, und das Problem mit den Namen wurde noch größer. Da kam es häufig zu Verwechselungen. Wenn man zum Beispiel nach einem Heinrich gesucht hat, gab es sehr viele Heinrichs und der Richtige war schwer zu finden, sagt der Namensexperte. So begannen die Bürger in den Städten damit, sich Beinamen zu geben. Aus dem einen Heinrich wurde zum Beispiel „Heinrich Rotbart“, weil er einen roten Bart hatte. Ein anderer Heinrich erhielt den Nachnamen „Fleischer“, da er der Metzger der Stadt war. Die Kinder der Leute mit Nachnamen haben den Beinamen dann behalten. Ganz egal, ob sie Bärte hatten, oder Metzger waren.

Auch für die Bürgermeister war das mit den Nachnamen gut. Sie konnten jetzt besser kontrollieren, ob alle Einwohner ihre Steuern bezahlt haben. Die Idee mit den Nachnamen stammt aus Italien, wo die Bürger schon seit etwa 1000 Jahren einen Nachnamen haben. In Deutschland gibt es sie seit ungefähr 700 Jahren.

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