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Frag mal!

Nils ist 10 Jahre alt und kommt aus Lauenau. Er fragt: „Wann eröffnete das erste Geschäft in Hameln?“

Nils möchte gerne wissen, seit wann es Geschäfte in Hameln gibt.

Ihm antwortet Claudia Höflich vom Museum Hameln: „Lieber Nils, im Mittelalter gab es noch keine festen Geschäfte oder Läden. Die Einwohner Hamelns versorgten sich auf den regelmäßigen Märkten mit den notwendigen Sachen. Vieles wurde oft noch selbst produziert. Die ersten Händler mit Verkaufsständen standen an Plätzen, wo viele Menschen waren. Die Händler hießen ,Höker‘. Von ihnen leitet sich auch der Begriff ,verhökern‘ ab – also etwas verkaufen.

Eine Höker-Innung gründete sich in Hameln im Jahr 1352. Sie verkaufte hauptsächlich Butter, Käse, Speck und verschiedene Sorten Fisch. Ebenfalls im 14. Jahrhundert verkauften die Hamelner Bäcker ihre Backwaren in festen Verkaufsständen, den Bäckerscharren. Im 18. Jahrhundert gab es mindestens drei solcher Scharren in der Innenstadt. Einer davon lag zwischen Hochzeitshaus und altem Rathaus. Geschäfte, wie wir sie heute kennen, entstanden erst im 18. Jahrhundert. Eines der ersten dürfte in Hameln der Laden des Uhrmachers Johann König (später Held) gewesen sein, der 1767 eröffnete. Weitere Hinweise auf frühe Hamelner Geschäfte finden sich vor allem in den „Hamelnschen Anzeigen“, der ersten Zeitung der Stadt. So preist dort der Kaufmann Holste im Januar 1829 seinen Kunden westindischen Tabak an und Kaufmann Hoppe an der Osterstraße wirbt für Schweizer Käse und neue Sardellen.“

Wenn ihr auch eine Frage habt oder euch etwas beschäftigt, dann schickt doch einfach unserem Redaktionshund Wuschel eine Email. Seine Adresse ist wuschel@dewezet.de. Natürlich könnt ihr auch einfach anrufen unter der Telefonnummer 05151/200-421. Wuschel hilft weiter.

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