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Paula Weege will wissen: „Warum ist das Meer so salzig?“

Heute fragt Paula (9).

Es antwortet Christian Satorius: „Liebe Paula, das Regenwasser ist schuld, dass das Meer salzig ist. Wenn es durch die Erde sickert und durch Bäche und Flüsse fließt, werden Mineralien aus Sand und Steinen herausgeschwemmt. Darunter ist auch immer ein ganz kleines bisschen Salz. Durch den Regen kommen die ausgewaschenen Salze und Mineralien in die Flüsse. Auf dem Weg ins Meer spülen die Flüsse dann noch mehr Salz und andere Mineralien aus dem Boden heraus. Und weil alle Flüsse irgendwann ins Meer münden, landen insgesamt doch einige hundert Millionen Tonnen Salz im Meer. Aber auch Vulkane fördern Salze zutage. Unter Wasser wird natürlich ebenfalls Gestein abgebaut, und selbst dort gibt es Vulkane.

Während Süßwasser im Schnitt nur etwa 0,1 Prozent Salz aufweist, so finden sich im Wasser der großen Ozeane immerhin durchschnittlich 3,5 Prozent. Die Ostsee ist mit unter einem Prozent relativ salzarm, während das Tote Meer mit durchschnittlichen 27 Prozent bis hin zu 32 Prozent ziemlich salzig ist. Der Assalsee in Afrika, das salzigste Gewässer der Erde, bringt es übrigens auf 40 Prozent Salz.

Außerdem versickert das Wasser nicht einfach. Es verdunstet durch die Strahlen der Sonne, und das Salz aus dem Wasser bleibt im Meer zurück. Auch bei der Bildung von Meereis an den Polen wird der größte Teil des Salzes an den Ozean abgegeben, das Eis selbst ist so gut wie gar nicht salzig.

Andererseits verdünnt sich das Salzwasser der Ozeane aber auch wieder durch den Regen und das Schmelzwasser von Schnee und Eis. Auch der Mensch gewinnt Salz aus dem Meer und trägt dazu bei, dass ein kleiner Teil des Salzes aus dem Meer wieder entfernt wird.“

Frag doch auch mal!

Telefon 05151/200-420, E-Mail redaktion@dewezet.de; die Antwort erscheint freitags hier.

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