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Drei Vorstellungen an einem Tag: Amateurtheatergruppe Nachtfalter bringt amüsante Weihnachtsgeschichte auf die Bühne

Fräulein Frost kommt ganz schön ins Schwitzen

Bad Münder (hzs). Die Tür springt auf, und der Weihnachtsmann flitzt auf einem Roller in den Martin-Schmidt-Konzertsaal, stürmt auf die Bühne und beginnt eifrig damit, Geschenke auszupacken. Auf die haben die drei Zwerge bereits sehnsüchtig gewartet. Das Publikum ist höchst amüsiert und beklatscht das mit reichlich Witz gespickte Weihnachtsmärchen ausgiebig.

Engelchen Claudia Karger (re.) überrascht die Zwerge.

Gleich drei Vorstellungen an einem Tag absolvierte die Münderaner Amateur-Theatergruppe „Nachtfalter“. Um 15 Uhr spielte das Ensemble vor nahezu restlos besetztem Haus, um 17 Uhr war der Saal immerhin noch halb voll, und selbst zur „Erwachsenenvorstellung“ um 20 Uhr waren noch gut vier lange Stuhlreihen von großen und kleinen Zwergenfreunden belegt.

„Wir spielen jetzt im sechsten Jahr, sind derzeit neun Aktive auf und genau so viele hinter der Bühne“, berichtete „Weihnachtsmann“ Karsten Sohns, der den Theaterabend mit zwei Adventsliedern am Klavier eröffnete. Die „Nachtfalter“ machen alles selbst: Stück, Kulisse, Regie und die gesamte Organisation. „Alles erfolgt bei uns basisdemokratisch“, erzählt Sohns augenzwinkernd, „keine Vereinsstrukturen, kein Vorstand; wir arbeiten im Team, bis zur abschließenden Inszenierung des Stücks.“

Dessen Rohfassung stammt diesmal von Silvia Feike. Die Story ist ebenso simpel wie liebenswert: Drei Zwerge, Harald, Erwin und Waldemar, haben vergessen, sich rechtzeitig um einen Weihnachtsbaum zu kümmern. In der „Wichtelfelder Senke“ treffen sie auf eine einsame Edeltanne. Die spricht mit französischem Akzent und sehnt sich danach, geschmückt zu werden. Doch dann erscheint der Weihnachtsmann, und die Dinge werden turbulent. Zwischendurch wird gesungen und – andeutungsweise – getanzt. Da wird es selbst dem Fräulein Frost (Ute Gerhards) ziemlich warm.

Zweimal im Jahr bringen die „Nachtfalter“ ein neues Stück auf die Bühne, vorzugsweise für Kindergärten. Technische Perfektion steht dabei ganz bewusst nicht im Vordergrund. Wichtiger sind Spaß und Herzenswärme. Und beides kam auch diesmal beim Publikum an.

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