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Förderverein für das Springer Krankenhaus bleibt noch bestehen

Springe. Eigentlich waren die Mitglieder des Fördervereins für das Springer Krankenhaus zusammengekommen, um über die Auflösung des Vereins zu diskutieren, da der Zweck für ihn – das Springer Krankenhaus – bereits seit September nicht mehr existiert.

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Autor:

von Jennifer Schüller

Dass sich die rund 40 anwesenden Mitglieder zum Schluss zunächst für ein Fortbestehen entscheiden würden, damit hatte aber vermutlich keiner gerechnet. Eine ausschlaggebende Änderung gibt es jedoch: Ab dem Jahr 2016 werden keine Mitgliedsbeiträge mehr eingezogen. Die Vereinskasse bleibt dennoch prall gefüllt. Insgesamt 18 693,77 Euro weist der jüngste Kontoauszug aus. Statt über die Auflösung zu sprechen, nahm die Diskussion über den Verbleib dieser Gelder breiten Raum in der Sitzung ein.

Da das Krankenhaus nicht länger besteht, erübrigen sich Anschaffungen für eben dieses. Doch die Mitglieder haben sich entschlossen mit dem satten Plus auf dem Konto andere gemeinnützige Organisationen zu unterstützen. Einzige Voraussetzung: Sie müssen eine ähnliche Ausrichtung aufweisen wie der Krankenhaus-Förderverein.

Bei ihren Nachforschungen sind die Mitglieder auf einige Kandidaten gestoßen, die ihrer Ansicht nach verdientermaßen ein Stück vom Kuchen des Förderverein-Vermögens abbekommen sollen. Das Beste daran: alle Spendenempfänger kommen aus Springe.

„Das finde ich besonders wichtig“, sagte Fördervereinsvorsitzender Tim Schmelzer während der Sitzung. „Schließlich ist dieses Geld aus Springe für Springe zusammengekommen, so bleibt es wenigstens in der Stadt.“

Konkret einigten sich die Mitglieder darauf 10 000 Euro an den hiesigen Hospizverein zu überweisen. Dieser sei in seiner Ausrichtung und Konzentration auf die Gesundheit der Menschen ein idealer Spendenempfänger. Zudem werde dieser, so ein Fördervereinsmitglied mit Wegfall des Springer Krankenhauses vermutlich noch weiteren Zulauf bekommen. Ebenfalls unterstützt werden soll ein Projekt des Fördervereins des Rotary Clubs mit 1 000 Euro. Und dritter im Bunde ist der Kinderschutzbund. Der Organisation, die im DRK-Haus beheimatet ist, möchte der Förderverein mit 5 000 Euro unter die Arme greifen.

Wie es mit dem Verein selbst nun weitergeht, ist noch unklar. Schmelzer und Co. haben aber für das Jahr 2016 eine weitere Sitzung geplant, um dann noch einmal darüber zu beraten.

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