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Der Borretsch und seine beharrliche Rückkehr

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Borretsch blau und weiß. Tatsächlich gibt es das Kraut mit dem deutlichen Gurkengeschmack in zweierlei Blütenfarben, was lukullisch aber keinen Unterschied macht. Die altbekannte Gewürz- und Heilpflanze aus der Familie der Raublattgewächse ist einjährig, aber weil es in diesem Jahr noch keinen starken Frost gegeben hat, blüht sie momentan in den Gärten des Weserberglandes noch relativ häufig. Als fleißiger Selbstaussäer kehrt der Borretsch sehr beharrlich in jedem neuen Frühling zurück. Das Keimen ist eine schnelle Angelegenheit. Früher galt Borretsch als Lebensgeister weckendes Kraut. Nach heutigem Stand trifft das aber wohl nur bedingt zu, nämlich dann, wenn man nicht zu viel davon nimmt. Denn neben den guten Inhaltsstoffen wie Schleim- und Gerbstoffen sowie Kieselsäure sind auch Pyrrolizidinalkaloide drin, die in Mengen genommen der Leber nicht gut bekommen. Man müsste aber wirklich schon sehr viel davon essen, um Schaden zu nehmen. Für Würz- und Garnierungszwecke auf Salaten (die Blüten sehen hübsch aus und schmecken auch) ist Borretsch ohne Frage ungefährlich. sas

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