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Flammen in der Wohnung – und der Mieter schläft

Feuerwehr

Hameln (ube). Das hätte böse enden können – stundenlang hat ein junger Hamelner im Wohnzimmer geschlafen und dadurch nicht bemerkt, dass es in seiner Küche brannte. Giftige Rauchgase haben die Küche gefüllt, sodass die Flammen nach Meinung der Ermittler infolge von Sauerstoffmangel von selbst erloschen sind.

Als der 23-Jährige am Montagabend um 21.20 Uhr durch die starke Verqualmung aufwachte, verließ er nach Angaben der Polizei nicht sofort seine Wohnung, sondern öffnete zunächst Küchen- und Balkontür. Erst dann brachte er sich in Sicherheit.

Der junge Mann habe sich eine Rauchgasvergiftung zugezogen, teilte Oberkommissar Jörn Schedlitzki auf Anfrage mit. Mit einem Rettungswagen wurde der Hamelner zur Notaufnahme des Sana-Klinikums gebracht. Die Ermittlungen der Polizei haben ergeben, dass der Wohnungsinhaber irgendwann nach 18 Uhr seinen Herd eingeschaltet hat, dann ins Wohnzimmer gegangen und dort eingenickt ist.

Eine Nachbarin hatte die Feuerwehr über Notruf 112 alarmiert und den Brand eines TV-Gerätes gemeldet. Die Wachbereitschaft war rasch vor Ort. Als die Helfer die Küche betraten, waren zwei Platten des Elektroherdes eingeschaltet. Die Küchenzeile und eine Mikrowelle seien in Brand geraten, hieß es. Die Hitze muss sehr groß gewesen sein. Eine Fensterscheibe hatte einen Riss, die Außenjalousie war geschmolzen.

Gegen den Hamelner wird nun wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

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