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Bedarfsermittlung nächster Schritt

Flächendeckend DSL 6000 zum halben Preis

Auhagen/Sachsenhagen (jpw). 6000 Mbit/s. "flächendeckend" für alle Haushalte in Auhagen und Sachsenhagen - dazu eine auf die Hälfte reduzierte Zuzahlung für die Kommunen. Die Telekom hat ihr DSL-Angebot deutlich verbessert. Jetzt sind die Gemeinden am Zug, eine Bedarfsermittlung ist angekündigt.

Bernd Kolloch (l.) unterbreitet den Gemeinden ein neues Angebot

Bernd Kolloch, Leiter der Produktion der Technischen Infrastruktur Nordwest in Hildesheim, hat den Info-Abend im voll besetzten Auhäger Gasthaus "Morgenstern" dazu genutzt, der Gemeinde Auhagen und der Stadt Sachsenhagen öffentlich ein neues Angebot zu unterbreiten. Danach müssten die beiden Kommunen für ein Glasfaserkabel von Lindhorst nach Sachsenhagen/Auhagen gemeinsam rund 240 000 Euro zuschießen - rund die Hälfte der Summe, die Kolloch noch im April genannt hatte. Dazu kämen für die technische Aufrüstung von Düdinghausen - der Ort wird über Hagenburg versorgt - weitere 80 000 Euro. "Synergieeffekte" mit geplanten Vorhaben der Telekom, nannte Kolloch als Hauptgrund für die halbierten Preise. Der Telekom-Vertreter sicherte nach dem Bau der Leitung und der Installation der neuen Technik für alle Haushalte in Auhagen und Sachsenhagen "sechs Megabit flächendeckend" zu. Auhagens Bürgermeister Kurt Blume, unterstrich als Initiator der Veranstaltung, dass ein solches Projekt ohne EU-Förderung nicht möglich sei, sein Sachsenhäger Amtskollege Herwig Henke bestätige dies, und ergänzte, dass die Kosten nun in Bereiche kämen, bei denen die Gemeinden "anfangen könnten zu überlegen". Blume kündigte an, in beiden Orten genaue eine Bedarfsermittlung und Umfrage zu starten - eine der Vorbedingungen, um einen EU-Zuschuss in Höhe von rund 40 Prozent zu bekommen. Eine weitere Minderung der Kosten lässt sich für die Gemeinden mit einer "Rabattstaffel" erzielen, die sich auf die Werbung neuer Telekom-Kunden oder dem "Upgrade" von Bestandskunden bezieht, immer wieder zu Diskussionen und Nachfragen führte. Kolloch hatte zu Beginn mehrere Möglichkeiten vorgestellt, das Gebiet mit DSL zu versorgen. Er machte deutlich, dass eine Richtfunk-Anbindung allein für Auhagen Kosten von 130 000 Euro verursachen würde und stellte auch die individuelle Satelliten-Lösung T-Home vor, die Bitraten von zumindest einem Megabit möglich machen würde. Weiterhin ging der Fachmann auch auf eine Versorgung des Bereichesüber Hagenburg via Düdinghausen ein. Das sei technisch machbar, sagte Kolloch. Da das Kabel von der B 441 ausüber Windhorn nach Düdinghausen geführt würde, ergäben sich bei einer Verlängerung nach Sachsenhagen/Auhagen Trassenlängen wie von Lindhorst aus. Außerdem stünden auf dem Kabel nur noch wenige Fasern zur Verfügung. Es seien nicht mehr ausreichende Kapazitäten frei.

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