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Tipps von Birgit Köpps-Padberg, Sprecherin der Hamelner Apotheken

Fit fürs Baby – so geht’s gut

Eine Schwangerschaft ändert fast alles - die Prioritäten, den Alltag, das ganze Leben. Besonders deutlich verändert sich der eigene Körper, denn ab jetzt wird er zum Zuhause für Zwei. Und während der Körper neue Aufgaben zu bewältigen hat, ändern sich auch seine Ansprüche. So braucht er neben Pflege auch eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Wichtig ist die regelmäßige und ausreichende Versorgung mit Nährstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Folsäure

- Ergänzung schon bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft!

-wichtig für Zellbildung und Zellteilung

-in der Schwangerschaft entwickelt sich aus einer Zelle ein Mensch mit ca.100 Milliarden Zellen.

-ein Mangel kann insbesondere im ersten Schwangerschaftsdrittel das Risiko gravierender Entwicklungsstörungen erhöhen.

Folsäure ist enthalten in: Spinat, Salat, Eigelb, Weizenkeimen, Grünkohl, Rosenkohl, Kartoffeln, Milchprodukten, Orangen, Trauben, Erdbeeren, Kirschen, Reis, Hülsenfrüchten und Fleisch.

Aber Folsäure ist hitzeempfindlich. Ein Großteil der Folsäure in den Nahrungsmitteln wird beim Kochen zerstört. Auch lange Lagerung(erfolgt ja zum Teil schon vor dem Kauf) vermindert den Anteil der Folsäure in der Nahrung.

Jod: in Schwangerschaft und Stillzeit Einnahme von täglich 200 µg Jod

- Treibstoff für das Wachstum

- benötigt um den gesteigerten Stoffwechsel und den Hormonhaushalt richtig zu steuern.

- bekommt das Ungeborene zu wenig Jod, könnte seine Gehirn - und Knochenentwicklung

darunter leiden.

Für die Ernährung gilt: Verwenden Sie Jodsalz. Essen Sie mind. einmal wöchentlich Seelachs, Schellfisch oder Kabeljau.

Wichtig für den Jodstoffwechsel ist auch das Spurenelement Selen.

Omega-3-Fettsäuren: eine „kluge“ Ergänzung

- lebenswichtig für die gesunde Entwicklung von Gehirn und Nervensystem.

- Omega-3-Fettsäuren können die Entwicklung des Sehvermögens bei dem wachsenden

Organismus fördern und geistige Leistungsfähigkeit (kognitive Fähigkeiten) verbessern.

Da der Körper ungesättigte Fettsäuren nicht selber bilden kann, müssen sie mit der Nahrung aufgenommen werden. Studien belegen, dass die Gehirnentwicklung deutlich gefördert werden kann, wenn die Mutter zweimal wöchentlich Seefisch(z.B. Lachs, Makrele, Hering) isst.

Probiotika (griechisch: pro bios = für das Leben)sind ganz bestimmte lebende Bakterien, die sich günstig auf die Darmflora und damit auf die menschliche Gesundheit auswirken.

Sie können:

-die Abwehrkräfte stärken -die Darmtätigkeit regulieren

-die Funktion der Schleimhaut im Harn - und Vaginaltrakt unterstützen

-den Aufbau eines intakten Immunsystems positiv beeinflussen.

Gerade in der Schwangerschaft ist die Darmtätigkeit bei vielen Frauen beeinträchtigt. Durch den regulierenden Einfluss von Probiotika können Verstopfungen vermindert werden.

Zusätzlich fördert ballaststoffreiche Kost(z.B. Früchte, Gemüse und Vollkornprodukte) die gesunde Verdauung. Sie unterstützen Ihren Körper außerdem mit regelmäßiger Bewegung, und indem Sie reichlich Wasser trinken (2-3Liter am Tag).

Zusätzlicher positiver Effekt der Probiotika-Einnahme in Schwangerschaft und Stillzeit ist, dass das Allergie- und Neurodermitis - Risiko des Kindes um ca.50% reduziert wird, wie Studien zeigten.

Hier abschließend noch einige Beispiele der wichtigen Aufgaben von Mikronährstoffen:

Eisen, Vitamine B6, B12 und Folsäure werden für die Blutbildung benötigt und sichern die Sauerstoffversorgung von Mutter und Kind. Zudem spielt Vitamin B6 eine wichtige Rolle bei der Verwertung von Eiweiß. Generell sind B-Vitamine unersetzliche Faktoren im Kohlenhydrat-, Fett- und Aminosäure-Stoffwechsel.

Vitamine C und E, Carotinoide sowie Zink, Selen und Eisen werden für ein intaktes Immunsystem benötigt.

Vitamine K und D sowie Calcium spielen eine tragende Rolle bei der Skelettentwicklung.

Magnesium braucht der Körper unter anderem, damit die Muskeln sich schmerzfrei an- und entspannen können. Ein Mangel an Magnesium macht sich (nicht nur) bei werdenden Müttern häufig nachts in Form von „Wadenkrämpfen“ bemerkbar. Zudem fördert Magnesium die Verdauung.

Dies alles zeigt wie wichtig Mikronährstoffe sind und das nicht nur in Schwangerschaft und Stillzeit.

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