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Firmen-Handy: Das müssen Sie wissen

Immer mehr Arbeitnehmer haben ein Firmenhandy. Was dabei rechtlich zu beachten ist, erklärt Michaela Zientek, Juristin bei der D.A.S.-Rechtsschutzversicherung.

Ob Arbeitnehmer ein Firmenhandy auch privat nutzen dürfen, regelt meist eine Betriebsvereinbarung. Ansonsten sollten Arbeitnehmer die Nutzung mit ihrem Chef möglichst schriftlich klären.

Wer sich nicht an die Vorgaben hinsichtlich der privaten Nutzung hält, riskiert eine Abmahnung, im schlimmsten Fall die Kündigung.

Der Vorgesetzte kann nicht verlangen, dass der Mitarbeiter Anrufe auf dem Firmenhandy in der Freizeit beantwortet. Ausnahmen gelten bei Angestellten mit Rufbereitschaft oder entsprechenden Regelungen im Arbeitsvertrag. Allerdings besteht dann ein Anrecht auf zusätzliche Vergütung.

Ob der Vorgesetzte die Gespräche auf einem Diensthandy überprüfen darf, hängt davon ab, ob der Arbeitgeber die private Nutzung erlaubt. Dann gilt nach Meinung der meisten Gerichte das Fernmeldegeheimnis.

Der Chef sollte demnach von Verbindungsnachweisen, einer Überprüfung der besuchten Internetseiten oder des E-Mail-Verkehrs Abstand nehmen – außer es handelt sich um ein reines Diensthandy.ndz

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