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Projektentwickler Klaus Plumenbaum hofft bis Anfang April auf Entscheidung eines Betreibers aus Berlin

„Fifty-Fifty-Chance“ für Pflegeheim am Kurpark

Bad Münder (st). Klaus Plumenbaum gibt nicht auf: Er glaubt noch an die Realisierung der Pläne für ein Pflegeheim an der Friedrich-Ebert-Allee in der Nähe des münderschen Kurparks. Die Verhandlungen mit einem potenziellen neuen Betreiber sollen bis Anfang April abgeschlossen sein.


„Die Chancen stehen so fifty-fifty würde ich sagen“, sagt der Projektentwickler, der gemeinsam mit Grundstücksbesitzer Ingo Gottschalk seit über drei Jahren versucht, Investor und Betreiber für eine entsprechende Einrichtung zu finden. Bereits mehrere Male ist das Projekt auf der Zielgeraden gescheitert. Am weitesten gediehen waren Pläne mit einem Betreiber von Alten- und Pflegeheimen aus Neustadt am Rügenberge. Das im November 2008 vorgestellte Konzept hatte damals sogar schon die Zustimmung des Verwaltungsausschusses bekommen.

„Und an diesem Konzept wollen wir jetzt auch weiter festhalten, weil es eben schon die politische Hürde genommen hat. Alles andere wäre wieder ein zu weiter Weg“, sagt Plumenbaum. Das Festhalten an dem Konzept würde zwar den rechtlichen Weg des Projektes vereinfachen, auf der anderen Seite jedoch den Spielraum eines potenziellen Betreibers einschränken. „Deshalb kann ich noch nicht sagen, ob die Verhandlungen mit dem Betreiber, der gleichzeitig auch als Investor auftritt und aus dem Raum Berlin kommt, erfolgreich sein werden“, sagt Plumenbaum.

Als das Projekt Ende 2008 kurz vor der Realisierung stand, hatte es heftige Diskussionen um die geplante Einrichtung gegeben. Viele Gegner – insbesondere der mündersche SPD-Ortsverein – meldeten sich zu Wort und beklagten ein drohendes Überangebot an Pflegeplätzen. Das Entwickler-Team versuchte bei der Erarbeitung des Konzeptes deshalb eine besondere Nische zu bedienen, um der Kritik den Boden zu entziehen: So sollen Zielgruppen angesprochen werden, die bislang in der münderschen Pflegelandschaft kaum eine Rolle spielen. Ein Teil der Betten soll für Wachkomapatienten zur Verfügung gestellt werden, andere für Beatmungspatienten und Demenz-Kranke. Daneben würde es aber auch den klassischen Pflegebereich im Haus geben.

Stadtentwicklungsleiter Karl-Heinz Knigge hat den Glauben an eine Realisierung fast verloren. „Ich habe einfach lange nichts mehr gehört. Obwohl ich denke, dass der Grundstücksbesitzer immer noch an einem Verkauf interessiert sein dürfte. Es könnte gut sein, dass da immer noch gebohrt wird.“

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