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Förderverein ist jetzt verantwortlich / Vorteile für beide Seiten / Vorbild für andere Dörfer?

Feuerwehrhaus geht an die Dorfgemeinschaft

Auetal (rnk). Die Gemeinde Auetal hat dem Förderverein Dorfgemeinschaftshaus Raden die eigenverantwortliche Nutzung des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses übertragen.

Durch die Auflösung der Ortsfeuerwehr Raden ist auch der eigentliche Widmungs-zweck dieses Gebäudes entfallen. Schon frühzeitig haben sich verstärkt Bürgerinnen und Bürger der Ortschaft Raden dafür eingesetzt, auch nach der Auflösung der Ortsfeuerwehr das Gebäude weiter als Dorfgemeinschaftshaus und damit als Mittelpunkt zu nutzen. Gerade in den kleinen Ortschaften der Gemeinde Auetal sei es wichtig, dass eine Anlaufstelle für die Dorfgemeinschaft erhalten bliebe, betont Bürgermeister-Stellvertreter Thomas Priemer: "In vielen Ortschaften sind dies die Feuerwehrgerätehäuser oder Schützenhäuser. Auch die Sportheime zählen zweifelsohne dazu." Priemer hatte sich schon im Oktober letzten Jahres mit einigen Radener Bürgern zusammengesetzt und ein Kon-zept ausgearbeitet, mit dem Ziel, das Gebäude samt Nebenanlagen und Grundstück an die Dorfgemeinschaft zu übertragen. Die notwendigen juristischen Schritte dafür wurden mittlerweile abschließend geklärt. Es hat sich ein Förderverein gebildet, der nunmehr durch eine Nutzungsvereinbarung das Gebäude übernommen hat. Vorsitzender des Fördervereins ist Reinhard Peter. Ortsvorsteher Friedhelm Sassenberg ist einer der federführenden Vorbereiter auf dem Weg zu dieser nunmehr erfolgten Übernahme. Besonderen Wert legen sowohl die Gemeinde als auch der Förderverein auf eine offene, vertrauensvolle Zusammenarbeit, auf faire kompromissbereite Umgangsformen, um dauerhaft das Gebäude zu nutzen. Priemer sieht es so: Die Gemeinde habe den Vorteil, eine öffentliche Einrichtung in guten Händen zu wissen und somit Unterhaltungsaufwand einzusparen. Die Dorfgemeinschaft genieße den Vorteil, eigenverantwortlich das Gebäude nutzen zu können und Einnahmen aus der Bewirtschaftung selbst verwalten zu können. "Für uns ist es wichtig, dass die Dorfgemeinschaft erhalten bleibt", ist sich Priemer sicher: "Vielleicht können wir auch andere Dorfgemeinschaften von der Richtigkeit und Zweckmäßigkeit dieser Nutzungsvereinbarung überzeugen." Das Prozedere ist nicht neu und scheint erfolgversprechend zu sein. Bekanntlich wurde auch das Dorfgemeinschaftshaus Rannenberg vor anderthalb Jahren auf die Dorfgemeinschaftübertragen, und mittlerweile zeichnet sich auch beim Feuerwehrgerätehaus Hattendorf eine Übertragung ab. Auch hier sind schon Gespräche zwischen Gemeinde und der Feuerwehrkameradschaft erfolgt.

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