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Feuer im Gefängnis - Häftling in Klinik

Feuer JA

Hameln (ube). Feuer hinter Gittern – ein Gefangener der Jugendanstalt Hameln hat am Sonntagabend um 20.10 Uhr ein Feuer im Toiletten- und Waschraum seiner Einzelzelle gelegt. Er habe Kleidungsstücke und Papier angesteckt, teilte Sozialamtmann Dietmar Müller mit. Zwei Justizbeamte (28, 32) holten den jungen Mann wenige Minuten später aus dem verqualmten Haftraum. Mit einem Notarztwagen wurde der 19-Jährige ins Kreiskrankenhaus an der Weser eingeliefert und dort mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung stationär aufgenommen. Der Patient werde bewacht, hieß es. Auch seine beiden Retter mussten in der Klinik behandelt werden. Sie konnten die Notaufnahme nach anderthalb Stunden zwar wieder verlassen, sind aber krankgeschrieben.
 Das Motiv der schweren Brandstiftung ist derzeit noch unklar. Die Jugendanstalt vermutet, dass der für „irrationale Handlungen“ bekannte Gefangene einfach nur auf sich aufmerksam machen wollte. Gut möglich, dass es sich um eine Protestaktion gehandelt habe. Ein Suizidversuch werde ausgeschlossen, hieß es.

Justizbeamte beruhigten die Gefangenen in den Nachbarzellen, ließen auch sie vorsorglich von einem Arzt untersuchen.

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