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Ferien in Bad Münder: Kinder werden bei Bikonelli Artisten

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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Mittendrin in der Hektik sitzt Paul bei Johanna Krause. Der Sechsjährige möchte noch ein bisschen blaue Schminke für seinen Auftritt. Dafür bleibt der sechsjährige Junge ganz still sitzen, zuckt kein einziges Mal, während Strich um Strich auf der Wange landet. Wenige Minuten, bevor die Vorstellung beginnt, ist er fertig bemalt und verschwindet in den Kostümraum, wo sich die anderen 21 Kinder im Sitzkreis versammelt haben. Manche springen fix noch einmal auf, weil die Blase drückt.

Dann endlich ist es soweit: Die Bänke sind gefüllt, Eltern, Großeltern und Geschwister sind gekommen. Die Kinder flitzen mit ihren Betreuern hinter den großen, schwarzen Vorhang. Als das Lied „We are Family“ aus dem Lautsprecher tönt, betreten Ritter, Feuervögel und Tänzer die Bühne. „Die Kostüme durften sich alle natürlich selber aussuchen“, erklärt Bianca Becker, Spitze des fünfköpfigen Betreuerteams.

Aussuchen durften sich die Sechs- bis Zwölfjährigen auch, ob sie am Trapez, auf der Kugel, dem Seil oder als Tänzer glänzen durften. Für Emma sind es die Bälle geworden. „Auf dem Seil war ich schonmal“, erklärt die Achtjährige. „Am beliebtesten ist immer das Trapez, da müssen wir immer losen.“ Becker hat schon mehrmals bei der Ferienbetreuung des Kinderzirkus geholfen. „Wenn wir mehr Platz hätten, könnten wir auch 35 Kinder hier haben, wir sind immer ausgebucht.“

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Am Freitag ist auch zu sehen, warum: Die Kinder hüpfen von Ball zu Ball, strecken sich bei den Tanzeinlagen und lächeln in die Kameralinsen von Eltern, Großeltern und Geschwistern.

Da macht es dann auch nichts, wenn einem Mädchen das Buch vom Kopf rutscht, während sie auf dem Seil balanciert oder dem Jungen das Lächeln vergeht, weil er zu sehr darauf konzentriert ist, das Gleichgewicht zu halten. Applaus bekommen sie alle, egal ob die Nummer gelungen ist oder nicht. Nach vier Tagen ist das Publikum nicht all zu kritisch.

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